DE86202C - - Google Patents

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DE86202C
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Germany
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disinfection
disinfection chamber
atmospheric air
steam boiler
chamber
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L2/00Methods or apparatus for disinfecting or sterilising materials or objects other than foodstuffs or contact lenses; Accessories therefor
    • A61L2/02Methods or apparatus for disinfecting or sterilising materials or objects other than foodstuffs or contact lenses; Accessories therefor using physical phenomena
    • A61L2/04Heat
    • A61L2/06Hot gas

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAM
PATENTSCHRIFT
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
(Grafschaft Essex, England).
Desinfectionsapparat.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. Mai 1895 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft einen zum gründlichen Desinficiren von Bettzeug, Kleidern oder anderen Gegenständen mittelst niedrigen Dampfdruckes geeigneten Apparat, dessen Desinfectionskammer mit der atmosphärischen Luft in Verbindung steht, und welcher seinen Dampf von einer Generatorkammer erhält, welche ebenfalls mit der atmosphärischen Luft in Verbindung steht. Dieser Desinfectionsapparat hat also keinen oder wenigstens praktisch keinen Flüssigkeitsdruck auszuhalten, kann leicht billig, massiv und einfach in der Construction hergestellt werden, von einem gewöhnlichen Arbeiter leicht bedient werden und ist Betriebsstörungen nicht unterworfen.
Beiliegende Zeichnungen stellen den neuen Apparat dar, und zwar:
Fig. ι im Verticallängsschnitt,
Fig. 2 im Querschnitt nach Linie A-B der Fig. ι und
Fig. 3 im Horizontalschnitt nach Linie C-D der Fig. 2;
Fig. 4 und 5 veranschaulichen in vergröfsertem Mafsstabe ein bei dem Apparat verwendetes Ventil in zwei verschiedenen Stellungen.
In einem Dampfkessel 1 (Fig. 1, 2 und 3), welcher mit der atmosphärischen Luft in Verbindung steht, ist eine Desinfectionskammer 2 angeordnet, welche ebenfalls mit der atmosphärischen Luft in Verbindung steht, und mit einer scharnierartig eingehängten oder entfernbaren Thür 3 bezw. mehreren Thüren versehen ist, durch welche die zu desinficirenden Gegenstände in die Kammer 2 eingebracht werden können. Der Kessel 1, welcher durch einen geeigneten Feuerherd 4 erhitzt wird, ist bis zu einer geeigneten Höhe mit einer Lösung 5 gefüllt, welche einen höheren Siedepunkt als Wasser besitzt, z. B. mit einer Lösung von gewöhnlichem Salz oder Ghlorcalcium. Die in dem Kessel befindliche Lösung und der Dampf umgeben die Desinfectionskammer mit Ausnahme der Seite oder des Endes bezw. der Seiten oder der Enden, an welchen die Thür 3 bezw. Thüren angeordnet sind, wobei ein constantes Niveau durch eine automatische Speisevorrichtung gesichert wird, z. B. durch einen gewöhnlichen Hahn mit einem in einem Behälter 6a (Fig. 2) angeordneten Kugelschwimmer 6, wodurch der Dampfkessel automatisch jederzeit, wenn erforderlich, mit Wasser gespeist wird, um die Verdampfung zu compensiren. Dampf wird von dem oberen Theile des Kessels 1, ohne Temperaturverlust, mittelst eines geeigneten Rohres 7 (oder mehrerer Rohre) zugeführt, welches sich durch die heifse Lösung 5 hindurch bis zum unteren Theile der Desinfectionskammer 2 hin erstreckt, die mit einer Vorrichtung, z. B. einer Anschlagleiste 8, zum Ablenken und Vertheilen des eintretenden Dampfes versehen ist und einen perforirten oder netzartig durchbrochenen falschen Boden 8a besitzt, welcher zur Aufnahme der in der Kammer zu desinficirenden Gegenstände dient. Die Anschlagleiste 8 bildet vortheilhaft einen nicht durchlochten Theil des
falschen Bodens 8a. Zur Aufnahme der zu desinficirenden Kleider oder anderen Gegen^ stände wird vortheilhaft ein Weiden- oder Drahtkorb verwendet, welcher auf geeignete Weise in die Desinfectionskammer eingeschoben wird.
Der Dampf verläfst, nachdem er auf die zu desinficirenden Gegenstände eingewirkt hat, die Desinfectionskammer durch ein geeignetes Auslafsrohr 9, welches, beispielsweise durch den Feuerzug 4a hindurch, mit der atmosphärischen Luft in Verbindung steht.
Es ist von gröfster Wichtigkeit, dafs die Seiten des Desinfectionsapparates auf einer Temperatur erhalten werden, welche etwas höher ist als die von Dampf unter normalem Druck, im vorliegenden Falle also durch eine Lösung 5, welche einen höheren Siedepunkt als Wasser besitzt, da hierdurch eine überschüssige Condensation vermieden und der Dampf, welcher im ersten Augenblick auf und in den zu desinficirenden Gegenständen, auf dem Korb, der Thür u. s. w. sich condensirt, nachher wieder verdampft wird.
Bei der in den beigefügten Zeichnungen veranschaulichten Ausführungsform des neuen Desinfectionsapparates ist im unteren Theile des Kessels 1, direct oberhalb des Feuerherdes 4 eine Rohrschlange ja oder ein Aequivalent angeordnet, welche mit dem Rohr 7 in Verbindung steht, und durch welche der von dem unteren Theile des Kessels kommende Dampf durch den heifsesten Theil der Lösung 5, direct vor dem Eintritt in die Desinfectionskammer 2 geführt wird.
Um in: die Desinfectionskammer 2 trockene, warme Luft behufs Trocknens der Gegenstände, nachdem sie dem Dampf ausgesetzt gewesen sind, einzuführen, ist ein Zweigrohr 10 angeordnet, welches sich an der Aufsenfläche des Kessels oder nahe seinem unteren Theile hin erstreckt,, und dessen äufseres Ende von einem Ventil 12 geeigneter Art controlirt wird; ioa ist ein Rohr, welches von dem oberen Theile des Kessels in die atmosphärische Luft führt, z. B. durch, den Feuerzug. 4a hindurch. Die anstofsenden Enden der Rohre 7 und. ioa werden von einem Ventil 13 controlirt (Fig. 4 und 5), welches so angeordnet ist, dafs bei einer seiner äufsensten Stellungen (Fig. 5) die Verbindung zwischen dem oberen Theil-des Kessels 1 und dem Innern der Desinfectionskammer 2. hergestellt ist.,- so dafs Dampf aus dem oberen Theil s des Kessels frei durch die Rohre 7, 7a in. die Desinfectionskammer 2 eintreten und dann durch, das Rohr 9 in. die Atmosphäre entweichen kann, wobei Rohr ioa geschlossen bleibt, während, bei. der anderen äufsersten Stellung des Ventils (Fig> 4) die Verbindung zwischen dem oberen Theil des Kessels und der Desinfectionskammer aufgehoben ist, dagegen der Dampfraum im oberen Theile des Kessels durch das Zweigrohr 10 oder den Kanal ioa mit der Atmosphäre in freier Verbindung steht.
Bei dieser Stellung des Ventils 13 kann durch Oeffnen des Ventils 12, welches aus einer Drehscheibe oder einem Pflock bestehen kann, wobei das Zweigrohr oder der Kanal 10 der atmosphärischen Luft zugänglich gemacht wird, Luft in die Desinfectionskammer eingelassen werden, welche Luft auf ihrem Wege beim Passiren des Rohres 10 und der Rohrschlange 7a erhitzt wird.
Das Rohr 10 ist nach seinem vorderen Ende zu und die Rohrschlange 7a nach hinten zu der Verbindungsstelle mit dem Rohr 10 zugeneigt, so dafs irgend welches Wasser,- welches sich in den Rohren etwa ansammelt, durch Oeffnen des Ventils 12 bequem abgezogen werden kann.
14 ist ein Schieber mit Balancirgewichten 15, welcher zur Regulirung der Verbindung zwischen Feuerraum 4 und Zug 4a dient.
Nachdem der Apparat zum Desinficiren verwendet worden ist, wird sämmtlicher Dampf aus der Desinfectionskammer entfernt, worauf die durch das Rohr 10 und die Rohrschlange y3-eintretende Luft zur Geltung kommt, so dafs der Apparat nunmehr als Trockenkammer wirkt, so dafs die desinficirteii Gegenstände (Kleidung, Bettzeug und dergL) den 'Desinfectionsapparaf vollkommen trocken verlassen.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Desinfectionsapparat, bei welchem die Desinfectionskammer von einer ohne Druck über ioo° erhitzbaren Lösung umgeben ist, dadurch gekennzeichnet, dafs der Dampf, welcher auf die in der Desinfectionskammer befindlichen zu desinficirenden. Gegenstände einwirken soll,, durch jene Lösung hindurchgeführt- wird,- so dafs er die Hitze derselben in sich aufnimmt.
  2. 2. Eine Ausführungsform des in Anspruch 1 gekennzeichneten Desinfectionsapparates, bei welcher der Dampf auf seinem Wege vom Dampfkessel zur Desinfectionskammer durch eine oder mehrere Rohrschlangen oder ein Aequivalent hindurchgeleitet wird, die an dem unteren, direct über dem Feuerungsraum gelegenen Theil des Kessels angeordnet sind, so dafs- der Dampf durch den heifsesten Tbeil der Flüssigkeit hindurchgehen mufs, kurz, bevor er in die Desinfectionskammer eintritt.
  3. 3. Eine Ausführungsform des in Anspruch ι gekennzeichneten Desinfectionsapparates, bei
    , welcher ein Luftzuleitungsrohr vorgesehen ist, welches Luft durch die Lösung hindurch zu der Desinfectionskammer hinleitet, so dafs dieselbe vor Eintritt in die Kammer
    die . Hitze der Lösung aufnimmt und ein schnelles Trocknen der desinficirten Gegenstände bewirkt.
    Eine Ausführungsform des in Anspruch ι gekennzeichneten Desinfectionsapparates, bei welcher die Desinfectionskammer beständig mit der atmosphärischen Luft in Verbindung steht, und auch der Dampfkessel entweder direct oder durch die Desinfectionskammer mit der atmosphärischen Luft stets in Verbindung steht, und die von dem Dampfkessel zur atmosphärischen Luft und zur Desinfectionskammer führenden Leitungen von einem Ventil 13 derart controlirt werden, dafs bei einer Ventilstellung die Verbindung zwischen Dampfkessel und Desinfectionskammer aufgehoben ist, in welchem Falle der Dampfkessel sich in directer Verbindung mit der atmosphärischen Luft befindet, während bei einer anderen Ventilstellung die directe Verbindung zwischen Dampfkessel und atmosphärischer Luft aufgehoben ist und der Dampfkessel mit der Desinfectionskammer und durch diese erst mit der atmosphärischen Luft in Verbindung steht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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