DE127269C - - Google Patents

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DE127269C
DE127269C DENDAT127269D DE127269DA DE127269C DE 127269 C DE127269 C DE 127269C DE NDAT127269 D DENDAT127269 D DE NDAT127269D DE 127269D A DE127269D A DE 127269DA DE 127269 C DE127269 C DE 127269C
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    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D23/00Control of temperature
    • G05D23/01Control of temperature without auxiliary power
    • G05D23/12Control of temperature without auxiliary power with sensing element responsive to pressure or volume changes in a confined fluid
    • G05D23/125Control of temperature without auxiliary power with sensing element responsive to pressure or volume changes in a confined fluid the sensing element being placed outside a regulating fluid flow

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  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Control Of Temperature (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT,
KLASSE 36/f
■β'
Jf
Die häufig als empfindliche Wärme-Regler bei Heizungsanlagen benutzten, mit Membranfiächen versehenen und mit einer Flüssigkeit von niedrigem Siedepunkt gefüllten Kapseln gestatten nur eine beschränkte Anwendung insofern, als die durch die Ausdehnung derselben erzielte Bewegung, ebenso die dabei auftretende Kraftleistung nur gering sind, diese Vorrichtungen sich mithin zurTßethätigung gröfserer, nicht entlasteter Ventile und anderer, den Zutritt der Wärme vermittelnder Einrichtungen nicht empfehlen.
Nach vorliegender Erfindung wird daher die Membrankapsel nicht unmittelbar zur Einwirkung auf das Absperr- bezw. Regelungsventil gebracht, sondern nur zur Oeffnung eines kleinen Hülfsventils benutzt, welches alsdann der Wärme den Zutritt zu einem kräftiger wirkenden Ausdehnungskörper ermöglicht, der rn^dem^Regelungsventil. unmittelbar ,.Yerhu.nden ist. Auf diese Weise wird es möglich, den solist""mir bei gröfseren Temperaturschwankungen wirksamen Ausdehnungskörpern die Empfindlichkeit der Membrankapselregler zu geben.
Auf der beiliegenden Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele derartiger Einrichtungen dargestellt.
Nach Fig. 1 wird dem Heizkörper α das Heizmittel (Dampf oder heifses Wasser) von der ÄbzweigüngTTdes Hauptzuleitungsrohres c zugeführt, wobei in b ein Regulirventil d eingeschaltet ist. Dieses wird durch den im Ausführungsbeispiel als Doppelbügel gestalteten Ausdehnungskörper e beeinflufst, welcher letztere nach Art der Kusenberg'schen Condensationswasserableiter wirkt. Die beiden unteren Rohrenden / desselben sind in dem in Fig. 2 in gröiserem Mafsstab im Schnitt dargestellten Gehäuse g befestigt. In letzterem ist eine als Sitz für das Ventil h dienende Scheidewand enthalten, unterhalb derer seitlich ein Rohrstutzen i einmündet. Dieser verbindet das Gehäuse g mit einer das Rohr c umgebenden, zur Wärmeaufspeicherung dienenden und gegen äufsere Wärmeausstrahlung geschützten Hülse k. Nach unten ist das Gehäuse g durch eine Gummiplatte / abgeschlossen, durch welche die Ventilspindel ni hindurchgeht; letztere ist mit ihrem unteren Ende an der Membrane des mit Flüssigkeit gefüllten Wärme-Reglers η befestigt. ___
λ^οη den beiden Bügelhälften des' Ausdehnungskörpers e ist die eine mit der Spindel und die andere mit dem Gehäuse des Ventils d so verbunden, dafs der Doppelbügel für gewöhnlich, d. h. wenn nicht durch Wärmezufuhr ausgedehnt, das Ventil d offen hält und der im Rohrb befindliche Dampf oder das in ihm enthaltene heifse Wasser durch das Rohr b und das Ventil d in den Heizkörper a treten kann. So lange nun in dem beheizten Räume die Temperatur die festgesetzte Höhe nicht überschreitet, liegt das Ventil h seinem Sitze auf und kann die in der Hülse k erhitzte, durch das Rohr i in das Gehäuse g tretende Luft nicht in die Rohre / treten; dies geschieht jedoch bei der geringsten Ueberschreitung der Normaltemperatur, indem die in η eingeschlossene Flüssigkeit alsdann ins Sieden kommt, tmd die obere Deckelmembrane des Temperatur-Reglers das Ventil h hebt. Indem
nun die erhitzte Luft in die beiden Hälften des Doppelbügels e tritt, krümmen sich diese infolge der eintretenden Ausdehnung so nach aufsen, dafs das Ventil d mehr oder weniger geschlossen und die Wärmezufuhr zum Heizkörper beeinträchtigt wird; sinkt alsdann die Lufttemperatur im beheizten Räume wieder, so zieht sich der Temperatur-Regler η zusammen und versperrt alsdann das Ventil h der heiisen Luft den Zutritt zum Ausdehnungskörper e, so dais sich dessen Bügeltheile zusammenziehen und das Ventil d wieder geöffnet wird. Bei Luftheizung kann die heifse Luft dem Ausdehnungskörper' von der Heizkammer aus zugeführt werden, also die Hülse k in Wegfall kommen.
Nach der Anordnung der Fig. 3 und 4 wird das Heizmittel, wie ßarnpf oder heifses Wasser, direct zur Bethätigung~Ties~Äüsdehnungskörpers verwendet.
Das Dampf- oder Heifswasserrohr c ist hier mittelst des Abzweigrohres b, unter Einschaltung des Ausdehnungskörper e, ebenso wie bei der anderen Anordnung dem Heizkörper α angeschlossen. Das Gehäuse 0 des Temperatur-Reglers η unterscheidet sich von jenem g dadurch, dafs der.Raum unterhalb des Ventils h durch ein Rohr p mit dem Ausdehnungskörper e, der Raum oberhalb des Ventils jedoch durch die Leitung q mit dem Heizrohr c direct verbunden ist. Auch hier läfst der Doppelbügel e, so lange das Ventil h bei normaler Temperatur des beheizten Raumes durch den Regler η nicht gehoben und geöffnet ist, das Ventil d offen, so dafs das Heizmittel durch letzteres in den Heizkörper α treten kann. Steigt jedoch die Heiztemperatur über die festgesetzte Höhe, so hebt die sich ausdehnende Kapsel η das Ventil h, das Heizmittel tritt durch das Rohr q, das offene Ventil h und das Rohr p zum Ausdehnungskörper e, dessen alsdann eintretende Ausdehnung das Ventil d wie bei der ersteren Anordnung beeinflufst.
In Fig. ι und 3 ist der Temperatur-Regler in Verbindung mit einem Heizkörper, und zwar nur auf diesen einwirkend, dargestellt. Man kann jedoch mit dem Regler auch die Hauptwärmequelle beeinflussen und somit die Temperatur ganzer Raumgruppen mittelst nur eines Temperatur-Reglers regeln. Dergleichen Anordnungen sind in beispielsweiser Ausführung durch die Fig. 5 und 6 veranschaulicht.
Nach Fig. 5 ist der Doppelbügel y auf zwei Ventile j und t einwirkend dargestellt, die in den von der Leitung b bezw. der Hauptleitung c abgezweigten Rohren u und ν eingeschaltet sind. Diese Ventile sind mit den beiden Rohren / des Doppelbügels y so verbunden, dafs in nicht ausgedehntem Zustande desselben das Ventil t offen und jenes s geschlossen ist, bei Erwärmung und Ausdehnung des Bügels jedoch der Schlufs von t und die Oeffnung von ί erfolgt. Die erstere Stellung der Ventile entspricht der normalen Temperatur in dem zu beheizenden Räume bezw. Räumen, wobei also der Dampf durch das offene Ventil t und das Rohr ν zu dem Heizkörper a bezw. einer Gruppe derselben treten kann. Das in dem Membran-Regler g befindliche Ventil h (Fig. 2) ist (ebenso wie s) alsdann geschlossen und kann die in k befindliche heifse Luft nicht in den Bügel y gelangen. Wird dies jedoch bei Ueberschreitung der Normalheiztemperatur möglich, indem durch Ausdehnung des Körpers η das Ventil h gehoben wird, so bewirkt die Ausdehnung des Doppelbügels y den Schlufs des Ventils t und die Oeffnung des Ventils s, so dafs nun das Heizmittel durch das Rohr u nach einem neben dem Heizofen χ der Centralheizung befindlichen, ebenfalls durch Ausdehnung wirkenden Regler zv tritt und dieser den Zugschieber ζ mehr oder weniger schliefst. Infolge der hierdurch eintretenden Dämpfung des Feuers sinkt die Temperatur des Dampfes oder heifsen Wassers, bis bei Wiedereintritt der Normaltemperatur der Zutritt der' heifsen Luft zum Bügel y, ebenso des Heizmittels zum Regler zv durch Schlief sung der Ventile h (Fig. 2) und ^ aufhört, und sich das Ventil t wieder öffnet. Es kommt bei dieser Anordnung also die sonst zur Erwärmung der Heizkörper a dienende Wärme nach Schluis des Ventils t zur Regelung der Temperatur in Anwendung.
Diese Fernwirkung läfst sich auch auf pneu- i matischem Wege in der in Fig. 6 angegebenen ] Weise erzielen.
Der Doppelbügel y schliefst hier bei Ueberschreitung der Normaltemperatur das Ventil 2, sobald der Membranregler g das Heizmittel in den Doppelbügel treten läfst. Alsdann tritt das Heizmittel durch das Rohr 3 auch in die geschlossene Büchse 4, in welcher sich ein ebenfalls allseitig geschlossener, mit Luft gefüllter Blechcylinder 5 befindet; dieser ist durch ein sehr enges Rohr 6 mit einem Membranregler 7 verbunden. Dehnt sich also die im Cylinder 5 befindliche Luft bei Wärmezutritt aus, so übt dieselbe einen Druck auf die Membrane des Reglers 7 aus, und wirkt derselbe alsdann in derselben, wie bei Fig. 5 beschriebenen Weise.
Wie leicht ersichtlich, lassen sich sehr verschiedene Einrichtungen treffen, um gemäfs vorliegender Erfindung mittelst eines empfindlichen, aber schwachen Hülfsreglers einen kräftig wirkenden Ausdehnungskörper zur Wirkung zu bringen; so könnte z. B. die Anordnung so gewählt werden, dafs, umgekehrt wie in den behandelten Ausführungsformen, das Ventil h für gewöhnlich offen ist und die Wärme in den Ausdehnungskörper treten.
kann, welcher alsdann das Ventil d so lange offen hält, bis bei Ueberschreitung der festgesetzten Heiztemperatur der Zutritt der Wärme zum Ausdehnungskörper e durch das Ventil h verhindert wird und die alsdann eintretende Zusammenziehung des Doppelbügels e das Ventil d (Fig. i) schliefst.
Die Einstellung des Temperatur-Reglers für eine bestimmte Temperatur geschieht entweder durch Veränderung der Länge der Spindel m des Ventils h, oder jener des Ventils d.
Der neue Temperatur - Regler kann auch dazu benutzt werden, um bei Kühlanlagen die Lufttemperatur des zu kühlenden Raumes stets auf gleicher Höhe zu erhalten, zu welchem Zwecke die Einrichtung ähnlich wie in Fig. ι und 2 getroffen wird. Es sei für diesen Fall a die von der kalten Flüssigkeit durchströmte Kühltasche, welcher das Kühlmittel durch das Rohr c bezw. die Abzweigung b zugeführt wird. In diesem Falle wird die Hülse k jedoch nicht das Rohr c umgebend angeordnet, sondern an irgend einer Stelle aufserhalb des gekühlten Raumes angebracht, von aufsen durch eine Flamme beständig erwärmt und die so im Innern der Hülse k erhitzte Luft durch das Rohr i in die Kapsel g geleitet. Alsdann kommt der Regler η genau wie bei den Heizanlagen zur Wirkung, d. h. er öffnet oder schliefst bei steigender Temperatur das Ventil h und läfst die Wärme von der Hülse k aus entweder zum Bügel e treten oder sperrt den Zutritt derselben zu diesem ab, so dafs dadurch das Ventil d in beschriebener Weise regulirend wirkt.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Temperatur - Regler für Heizungs - und Kühlanlagen, dadurch gekennzeichnet, dafs ein in bekannter Weise mit einer sich leicht ausdehnenden Flüssigkeit gefüllter Körper
    (n) bei einer gewissen Temperatur durch Ausdehnung zunächst ein kleines Ventil (h) einer Leitung öffnet, welches den Zutritt des Heiz- bezw. Kühlmittels zu einem zweiten Ausdehnungskörper (e) gestattet, der alsdann durch ein angeschlossenes Ventil (d) oder dergl. auf die Leitung des Heiz- oder Kühlmittels regelnd einwirkt.
  2. 2. Temperatur-Regler nach Anspruch i, dahin abgeändert, dais der Ausdehnungskörper (n) bei gewöhnlicher Temperatur das Hülfsventil (h) offen hält, ebenso das alsdann beständig zu dem zweiten Ausdehnungskörper (e) tretende Heiz- bezw. Kühlmittel das Ventil (d) am Schlufs verhindert, wogegen bei Ueberschreitung einer gewissen Temperatur der Zutritt des Heizoder Kühlmittels zum Ausdehnungskörper (e) durch den Schlufs des Ventils (h) verhindert und das Ventil (d) geschlossen wird.
  3. 3. Temperatur-Regler nach Anspruch 1, dahin abgeändert, dais bei Ueberschreitung der Normaltemperatur der zweite Ausdehnungskörper (y, Fig. 5) dem Heizmittel den Zutritt zu einer zur Centralwärmequelle führenden Leitung und einem daselbst durch Ausdehnung wirkenden Regler freigiebt, der auf den Zugschieber, Regulirklappen oder dergl. einwirkt.
  4. 4. Temperatur-Regler nach Anspruch 3, bei welchem der zweite Ausdehnungskörper dem Heizmittel bei Ueberschreitung der Normaltemperatur Zutritt zu einem Gefäfs gestattet, in welchem ein geschlossener, mit Luft gefüllter Hohlkörper sich befindet, der durch eine enge Rohrleitung einem Regler der Wärmequelle so angeschlossen ist, dafs der Druck der sich ausdehnenden Luft die Bethätigung des Reglers veranlafst.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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