DE19528608A1 - Inlinie-Richtmaschine - Google Patents

Inlinie-Richtmaschine

Info

Publication number
DE19528608A1
DE19528608A1 DE1995128608 DE19528608A DE19528608A1 DE 19528608 A1 DE19528608 A1 DE 19528608A1 DE 1995128608 DE1995128608 DE 1995128608 DE 19528608 A DE19528608 A DE 19528608A DE 19528608 A1 DE19528608 A1 DE 19528608A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
straightening
rollers
roller
flat
sheets
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE1995128608
Other languages
English (en)
Inventor
Reinhold Koeglmeier
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE1995128608 priority Critical patent/DE19528608A1/de
Publication of DE19528608A1 publication Critical patent/DE19528608A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D1/00Straightening, restoring form or removing local distortions of sheet metal or specific articles made therefrom; Stretching sheet metal combined with rolling
    • B21D1/02Straightening, restoring form or removing local distortions of sheet metal or specific articles made therefrom; Stretching sheet metal combined with rolling by rollers
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H37/00Article or web delivery apparatus incorporating devices for performing specified auxiliary operations
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H2301/00Handling processes for sheets or webs
    • B65H2301/50Auxiliary process performed during handling process
    • B65H2301/51Modifying a characteristic of handled material
    • B65H2301/512Changing form of handled material
    • B65H2301/5125Restoring form
    • B65H2301/51256Removing waviness or curl, smoothing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Separation, Sorting, Adjustment, Or Bending Of Sheets To Be Conveyed (AREA)

Description

Gegenstand der Erfindung ist eine Inlinie-Richtmaschine zum Richten von Flachmaterialien, insbesondere Wellpappe- und Vollpappebogen, die nicht plan sind. Die Richtmaschine ist geeignet als Vorsatzmaschine vor dem Einschub einer Wellpappe- oder Vollpappe-Verarbeitungsmaschine im Inlinie-Betrieb zu arbeiten, so daß dem Einschub der Verarbeitungsmaschine nur noch plane Bogen zugeführt werden.
Mit herkömmlichen Richtmaschinen ist ein Inlinie-Betrieb nicht möglich, weil diese die Bogen, da sie ein Dreiwalzensystem verwenden, nach nur einer Richtung hin richten können und außerdem in Durchlaufrichtung nur teilweise gekrümmte Bogen nicht richten können, ohne den nichtgekrümmten Teil des Bogens krumm zu machen. Da diese herkömmlichen Richtmaschinen nur nach einer Richtung hin richten können, ist zum Richten krummer Bogen, ein separater Arbeitsgang notwendig, denn zum Richten in eine andere Richtung werden die Bogen vor dem Durchlauf durch die Richtmaschine gewendet und danach wieder zurückgewendet. Dies ist beim Inlinie- Betrieb auf einer Verarbeitungsmaschine nicht durchführbar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Nichtplanlagearten 1-9 in Richtung Planlage zu korrigieren (Fig. 1), ohne daß die Bogen vor oder nach dem Durchlauf durch die Richtmaschine gewendet werden müssen.
Die Erfindung löst dieses Problem mit Hilfe einer Vierwalzenmaschine, bei der zwei Walzen verstellbar und beweglich sind, so daß abwechselnd ein Dreiwalzensystem für das Richten nach oben und nach Verstellen des Systems ein Dreiwalzensystem für das Richten nach unten entsteht (Fig. 2). Nach einer anderen Ausgestaltung der Erfindung sind 3 Walzen für das Richten nach oben und unmittelbar gefolgt von 3 Walzen für das Richten nach unten vorgesehen (Nicht näher erläutert).
Alle Bogen, plan oder nicht plan, laufen durch die Richtmaschine und fallen danach direkt in den Anlegekasten der Verarbeitungsmaschine oder auf ein Transportband, das die Bogen zum Anlegekasten befördert. Bei nicht planen Bogen verstellt das Bedienungspersonal die Stellung der Biegewalzen 3 bzw. 4, so daß nicht plane Bogen plan gerichtet werden (Fig. 2-6).
In einer anderen Ausgestaltung wird die Richtmaschine bei krummen Bogen eingeschwenkt und verwendet, bei planen Bogen nicht benutzt und z. B. nach oben weggeschwenkt.
Fig. 2. Die planen Bogen laufen lediglich durch die Richtmaschine hindurch, ohne dabei gebogen zu werden. Die Walze 4 ist dabei mindestens 15 mm über dem Bogen. Der Abstand der Walze 3 zur Walze 2 ist auf Materialstärke eingestellt, so daß die Bogen transportiert werden.
Fig. 3. Diese Abbildung zeigt die Walzenpositionen, wenn die Planlage der Bogen über die ganze Durchlauflänge gleichmäßig positiv ist und korrigiert wird. Biegefunktion: Walze 4 drückt den Bogen gegen die Walze 3, d. h. der Abstand zwischen Walze 4 und Walze 3 ist weniger als die Materialstärke.
Fig. 4. Diese Abbildung zeigt die Walzenposition, wenn die Planlage der Bogen über die ganze Durchlauflänge gleichmäßig negativ ist und korrigiert wird. Biegefunktion: Walze 3 drückt den Bogen gegen die Walze 2, d. h. der Abstand zwischen Walze 3 und Walze 2 ist weniger als die Materialstärke. Die Walze 4 ist dabei mindestens 15 mm über der Durchlaufebene, so daß sie keine Gegenbiegung durchführt.
Fig. 5. Hier wird die Planlage des Bogens nur bei dem gewölbten Teil der Durchlauflänge korrigiert. Da die Richtung der Wölbung wie in Fig. 3 ist, nehmen die Walzen für diesen Abschnitt der Durchlauflänge die Position wie in Fig. 3 dargestellt ein. Nachdem der gekrümmte Abschnitt des Bogens die Walze 3 passiert hat, muß die Walze 4 in die Position von Fig. 2 (Durchlaufposition) anheben, damit der plane Abschnitt des Bogens nicht gebogen wird.
Fig. 6. Auch hier wird die Planlage des Bogens nur bei dem gewölbten Teil der Durchlauflänge korrigiert. Da die Richtung der Wölbung wie in Fig. 4 ist, muß die Korrektur in diesem Abschnitt des Bogens die Walzenposition wie in Fig. 4 dargestellt, eingenommen werden. Nachdem der gekrümmte Abschnitt des Bogens die Walze 2 passiert hat, muß die Walze 3 sehr schnell in die Position von Fig. 2 (Durchlaufposition) absenken, damit der nicht gekrümmte Abschnitt des Bogens nicht gebogen wird.
Fig. 7. Diese Abbildung zeigt einen Bogen, der am Anfang der Durchlauflänge wie in Fig. 3 gewölbt ist. Dann folgt ein nicht gekrümmter Abschnitt, der nicht gebogen werden soll (Walzenposition von Fig. 2.). Im letzten Abschnitt des Bogens ist die Planlage wie in Fig. 4. Für diesen Teil des Bogens müssen die Walzen die Position wie in Fig. 4 einnehmen, damit dieser Teil plan gebogen werden kann.
Um die Nichtplanlageart 3 und 4 (Fig. 1) korrigieren zu können, müssen die Positionen der Walzen 3 und 4 innerhalb der Durchlauflänge des Bogens verändert werden. Hierzu ist eine spezielle Steuerung vorgesehen.
Die Bogen folgen in einem solchen Abstand, daß eine Fotozelle den Anfang eines jeden Bogens erfassen kann. Auf dem Antriebsmotor oder auf der Achse von Walze 1 oder 2 ist ein Drehimpulsgeber. Die Fotozelle oder ein ähnlicher Sensor signalisiert der Steuerung die Anfangskante eines Bogens. Wie lange nun z. B. bei der Korrektur der Nichtplanlage 3 die Walze 4 oben und die Walze 3 oben bleiben muß, wird mit Hilfe eines Bedienterminals vom Bediener voreingestellt.
Die Richtung der Planlage ändert sich u. U. von Stapel zu Stapel, so daß von einer Korrekturart zur nächsten Korrekturart sehr schnell, nämlich von dem einen Bogen zum nächsten gewechselt werden können muß. Deshalb muß die jeweils nächste Korrekturart vorgewählt werden können. Dies erfolgt erfindungsgemäß über ein Bedienterminal mit Programmeingabe, deren eingestellte Werte abgespeichert werden können, so daß die nächste Korrekturart bzw. die nächsten Werte eingestellt werden können, während die Maschine noch mit den zuvor eingestellten Werten arbeitet. Der Start für das neue Programm wird manuell oder automatisch ausgelöst.
Nichtplanlageart 5 wird behandelt wie Nichtplanlageart 2 und Nichtplanlageart 6 wird behandelt wie Nichtplanlageart 1. Bei Nichtplanlageart 7 werden Walze 3 und 4 gleichzeitig angestellt. Bei Nichtplanlageart 8 wird wie bei Nichtplanlageart 2 eingestellt, jedoch nur an der gewölbten Seite des Bogens. Bei Nichtplanlageart 9 wird wie bei Nichtplanlageart 1 eingestellt, jedoch nur an der gewölbten Seite des Bogens.
Es sind auch Anwendungen denkbar, bei denen Bogen einer wechselseitigen Biegung ausgesetzt sind, indem Walze 3 und 4 gleichzeitig in Biegeposition sind, um Oberflächenspannungen im Bogen zu vermindern und um damit bessere Verarbeitungseigenschaften zu erzielen. Auch kann durch das wechselseitige Biegen erreicht werden, daß der Einfluß von Feuchte auf die Bogen eine geringere Planlageänderung hervorruft, wie wenn die Bogen nicht wechselseitig gebogen worden wären.
Die Richtmaschine besteht im wesentlichen aus einer feststehenden Einzugswalze 1 (Fig. 8), die mit einem Friktionsbelag versehen ist, einer oberen feststehenden Walze 2, einer unteren oszillierenden Walze 3 und einer oberen oszillierenden Walze 4. Über der Friktionseinzugswalze 1 befindet sich das "Gate" 21 (Fig. 2), welches immer nur den untersten Bogen 22 des angelegten Bogenstapels (Fig. 2), durchläßt. Das Gate wie auch die übrigen Teile der Einlegeeinrichtung sind bekannte Teile und sind nicht bezeichnet.
Die bei Nichtplanlageart 3 und 4 erforderliche gesteuerte Oszillation der Walzen 3 und 4 wird mit Pneumatikzylindern 5 (Fig. 8) auf beiden Seiten der Walzen durchgeführt. Andere Antriebe für die Oszillation sind denkbar, wie z. B. Elektromagnete, Balge, Membranen oder Motore.
Die Walze 1 wird über einen Riemen 6 (Fig. 9) von einem Elektromotor 22 (Fig. 9) angetrieben. Walze 2 wird von Walze 1 über Zahnräder 7 und 8 (Fig. 10) angetrieben und läuft mit entgegengesetzter Drehrichtung zur Walze 1. Walze 3 wird von Walze 1 über einen Zahnriemen 9 (Fig. 9) angetrieben und beide Walzen haben die gleiche Drehrichtung.
Walze 1 ist mit Walze 3 mit Hilfe eines Lagerhebels 10 (Fig. 11) an beiden Seiten der Maschine verbunden, so daß beim Oszillieren der Walze 3 diese uni die Mittellinie der Walze 1 eine kreisförmige Bewegung macht. Der Lagerhebel 10 (Fig. 11) ist auf dem seitlichen Zapfen der Walze 1 außerhalb der Rahmenplatte 15 (Fig. 8, Fig. 13) kugelgelagert und damit in seiner Position fixiert. Er hält seinerseits die Walze 3 in Position, erlaubt aber, da er auf dem Zapfen der Walze 1 kugelgelagert ist, eine Schwenkbewegung, durch die die Walze 2 dann oszillieren kann. Die feststehenden Walzen 1 und 2 sind in den Rahmenplatten 15 (Fig. 8) kugelgelagert.
Diese Kreisbewegung führt dazu, daß sich Walze 3 nicht in der Y- Achse (eines Koordinatensystems) nähert, sondern auch in Richtung der X Achse (eines Koordinatensystems). Dieses Nähern auch in Richtung der X-Achse bewirkt eine Verkurzung des X Abstandes zwischen Walze 3 und 2. Dadurch muß die Walze 3 bei sehr dünnen Materialien, um eine bestimmte Biegung zu erreichen, nicht so weit nach oben bewegt werden, wie wenn die Walze 3 senkrecht in z. B. einer ebenfalls ausführbaren geradlinigen Kulissenführung nach oben bewegt würde. Das ist vorteilhaft, denn es hat sich gezeigt, daß bei dünnen Materialien eine größere Eintauchtiefe der biegenden Walze und geringere Biegemomente erforderlich sind. Bei dickeren Materialien dagegen wird ein größeres Biegemoment benötigt und weniger Eintauchtiefe. Dieser physikalischen Gegebenheit wird eine Lagerhebelkonstruktion besser gerecht als eine ebenfalls ausführbare Kulissenkonstruktion, da sich, wie bereits dargestellt, die Abstände und Biegemomente den Gegebenheiten entsprechend verändern. Da dickere z. B. Wellpappe größere Biegemomente erfordern, ist es wichtig, daß bei dickerer Wellpappe der X-Abstand größer ist, weil dann die Biegekraft auf die Oberfläche der Wellpappe geringer ist. Dadurch wird die Welle der Wellpappe geschont.
Die Walze 2 treibt Walze 4 über einen Zahnriemen 9 (Fig. 9) an. Walze 2 ist mit Walze 4 mit Hilfe eines Lagerhebels 10 (Fig. 11) an jeder Seite der Maschine verbunden, so daß Walze 4 beim Oszillieren eine kreisförmige Bewegung um die Mittellinie der Walze 2 beschreibt. Für die auftretenden Biegemomente gilt entsprechendes wie bei den Walzen 3 und 1.
Die Bauweise mit Lagerhebel und Zahnriemen erübrigt Kulissenführungen und platzaufwendige Gelenkwellen auf einer Seite der Maschine. Außerdem bringt diese Bauweise, wie oben beschrieben, technologische Vorteile.
Der Einzug der Bogen erfolgt mit einer bekannten Friktionseinzugswalze 1 (Fig. 2). Der eingelegte Pappstapel drückt den untersten Bogen 22 gegen den Friktionsbelag der Einzugswalze 1. Die Bogen folgen daher in sehr kurzem ca. 3 mm Abstand. Dieser Abstand ist notwendig, damit die Anfangskante eines Bogens jeweils mit Hilfe einer Fotozelle oder ähnlichem Sensor erfaßt werden kann. Mit Hilfe eines Drehimpulsgebers auf einer Walze oder auf der Motorwelle kann somit die Strecke gemessen werden, die z. B. bei einer Nichtplanlageart 3 bzw. 4 (Fig. 1) gebogen werden muß.
Ein größerer Abstand als für die Fotozellenerfassung nötigt ist, wird zum Ablegen der Bogen in den Einschubkasten benötigt. Der aus der Richtmaschine ausgelaufene Bogen braucht eine gewisse Zeit, um die Hinterkante mit Schwerkraft, ggfs. unterstützt mit nach unten bewegter Luft absenken zu können, so daß sich der nächste Bogen darüberlegen kann. Dies kann mit bekannten Einschubunterbrechungen erreicht werden. Erfindungsgemäß wird dies erreicht, in dem die Walze 1 nicht kontinuierlich durchläuft, sondern diskontinuierlich, d. h. sie läuft die eingestellte Einzugtiefe eines Bogens und hält dann kurz an und läuft wieder die eingestellte Einzugtiefe eines Bogens usw. Die Fotozelle der Steuerung erfaßt jeweils den Beginn eines Bogens und meldet dies der Steuerung der Einzugswalze 1, die dafür sorgt, daß die Walze nur die eingestellten Bogenlänge läuft. Diese Art der Einschubunterbrechung macht erforderlich, daß die Walze 1 einen separaten Antrieb mit Steuerung hat.
Die Walzen 2, 3 und 4 würden mit einem konstant laufenden Motor angetrieben werden.
Die Abstandsherstellung kann auch nach der Richtmaschine mit Hilfe eines schneller laufenden Transportbandes 23 (Fig. 12) hergestellt werden.
Durch den Einsatz der Walzen 3 und 4 werden die Bogen beim Verlassen der Maschine nach oben bzw. nach unten aus der horizontalen Laufrichtung abgelenkt. Diese Ablenkung darf nicht etwa durch eine weitere Führungswalze oder ein weiteres Walzenpaar unterbunden werden, weil sonst die Korrekturbiegung wieder rückgängig gemacht werden würde. Deshalb ist es notwendig, die Walze 4 mit einem ausreichend großem (ca. 15 mm) Oszillationshub nach oben zu versehen, damit der von Walze 3 gebogene und dadurch nach oben abgelenkte Bogen frei weg laufen kann und nicht von Walze 4 zurück nach unten gebogen wird.
Damit nun die Bogen nicht nach oben fliegen oder zu sehr nach unten abtauchen, ist die Maschine mit einer Kippeinrichtung (nicht gezeichnet) ausgerüstet, welche die Maschine soweit nach oben oder nach unten kippen kann, daß die Bogen wieder horizontal die Maschine verlassen. Je nach Intensität der notwendigen Korrekturbiegung werden die Walzen 3 und 4 mehr oder weniger stark angestellt und die Bogen werden demzufolge mehr oder weniger stark abgelenkt. Die Kippung muß dann dementsprechend mehr oder weniger stark eingestellt werden, damit die Bogen die Maschine in horizontaler Richtung verlassen.
In einer weiterentwickelten Maschine kann die Einstellung der Intensität der Korrekturbiegung mit der Einstellung der Kippung elektrisch-elektronisch oder mechanisch gekoppelt werden, so daß eine Veränderung der Biegeintensität eine Veränderung der Kippung gleichzeitig herbeiführt.
Bei elektrisch-elektronischer Ausrüstung besteht die Möglichkeit, z. B. auch per Funkauslösung voreingestellte Werte anfahren zu lassen, so daß die Bedienungsperson die Maschine zum Verstellen der Biegeintensität und Kippung nicht berühren muß. Die Umstellbarkeit der Richtmaschine auf eine andere Nichtplanlageart kann somit per Knopfdruck aus der Entfernung von einem zum nächsten Bogen erfolgen.
Die Hublänge der Pneumatikzylinder 5 (Fig. 8) für die Walze 3 ist nach oben dadurch begrenzt, daß der Kolben am oberen Zylinderdeckel anschlägt. Damit erübrigt sich die Konstruktion von hubbegrenzenden Teilen in dieser Hubrichtung. Der Hub nach unten wird begrenzt durch die Anschlagwelle 13 (Fig. 8, Fig. 14, Fig. 13) auf der die Lagerhebel 10 (Fig. 8, Fig. 14) auf beiden Seiten der Maschine aufsetzen. Soll die Maschine nur plane Bogen durchlaufen lassen, so muß der Abstand der Walze 3 zur Walze 2 auf die jeweilige Materialstärke eingestellt werden können, damit die Bogen transportiert, aber nicht gebogen werden. Das geschieht mit Anschlagwelle 13 (Fig. 8, Fig. 13, Fig. 14). Diese ragt auf beiden Seiten der Maschine über die Rahmenplatten 15 (Fig. 8, Fig. 13) hinaus bis zu dem Lagerhebel der Walze 3. Die Lagerhebel 15 setzen beim Hub nach unten auf dieser Welle auf. Die Anschlagwelle hat an beiden Enden an der Stelle, wo die Lagerhebel aufsetzen, Anfräsungen 16, die verschieden tief sind. Die Anschlagwelle 13 ist in den Rahmenplatten 15 drehbar gelagert. Je nach Materialstärke wird die entsprechende Anfräsung der Unterseite des Lagerhebels 10 zugewendet, so daß dieser auf der angefrästen Ebene 16 aufsetzt und damit den Abstand der Walze 3 zu Walze 2 bestimmt.
Der Hub der Walze 4 ist nach oben und unten begrenzt durch die Hublänge des Pneumatikzylinders 5 (Fig. 8), dessen Kolben am unteren und oberen Deckel des Zylinders anschlägt. Dies erübrigt die Konstruktion von hubbegrenzenden Teilen. Der Hub nach oben ist so bemessen, daß der abgelenkte Bogen frei aus der Maschine laufen kann, ohne die Walze 4 zu berühren und dadurch eine Gegenbiegung zu erhalten. Der Hub nach unten ist so bemessen, daß bei nach unten ausgefahrenen Kolben die Walze 4 ca. 12 mm unter die Durchlaufebene mit Hilfe der beiden um 90° versetzten Exzenter abgesenkt werden kann.
Die Walze 4 biegt den Bogen nach unten. Der Kolben des Pneumatikzylinders 5 (Fig. 8) fährt dazu nach unten bis der Kolben am unteren Zylinderdeckel anschlägt. Der Pneumatikzylinder 5 kann nun angehoben oder abgesenkt werden. Diese Bewegung kommt von einer Exzenterwelle 18 (Fig. 15), auf der zwei um 90° versetzte Exzenter 19 und 20 (Fig. 15) befestigt sind. Ein Exzenter 20 befindet sich direkt über den Pneumatikzylindern 5, der andere Exzenter befindet sich in den Rahmenplatten 15 (Fig. 8, Fig. 15). Durch Drehen der Exzenterwelle 18 wird die Eintauchtiefe der Walze 4 bestimmt und damit die Intensität der Korrekturbiegung.
Die Exzenterwelle ist geteilt, wodurch es möglich ist, die Walze 4 nur auf einer Seite der Maschine abzusenken und die andere Seite zu belassen. Somit kann Nichtplanlageart 8 und 9 (Fig. 1) korrigiert werden. Die beiden Wellenhälften 18 und 18′ sind mit 2 Klemmnaben miteinander verbunden. Diese sitzen fest auf der Welle 18 bzw. 18′ an der Stelle wo sie mit Zapfen und Bohrung geteilt sind und sind verstellbar verbunden, so daß die Welle 18′ gegen die Welle 18 verdreht werden kann (Fig. 15) (nicht gezeichnet).
Die Drehung der Exzenterwelle 18 reicht über 120°. Die Hubhöhe beider Exzenter 19 und 20 ergeben dabei zusammen ca. 12 mm. Das reicht aus, um die bei z. B. Wellpappe vorkommenden Material stärken und Biegeintensitäten einzustellen.
Die Walze 3 biegt den Bogen nach oben. Die Intensität der Korrekturbiegung wird bestimmt durch die Eintauchtiefe in die Durchlaufebene. Die Eintauchtiefe nach oben wird, wie bei Walze 4, durch Drehen der zugehörigen Exzenterwelle mit ebenfalls zwei darauf befestigten um 90° versetzten Exzentern herbeigeführt.
Beide Exzenterwellen haben eine nicht gezeichnete Feststelleinrichtung, damit sie sich während des Betriebes nicht selbständig verstellen können und eine nicht gezeichnete Skalenanzeige.
Mit dieser Exzenterverstelltechnik ist die Materialstärke und die Biegeintensität auf einfache Weise mit wenigen robusten Bauteilen möglich gemacht. Bei Weiterentwicklungen wurden diese Exzenterwellen elektromotorisch verstellt werden, wobei ein Drehimpulsgeber auf jeder Exzenterwelle oder auf den betreffenden Motorwellen eine digitale oder analoge Anzeige liefert sowie in Verbindung mit einer Steuerung eine programmierbare Voreinstellung ermöglicht, die dann auch über Funk aktiviert werden kann.
Statt der Exzenter könnten auch elektromotorisch bewegte Spindeln zum Verstellen der Biegeintensität und Materialstärke verwendet werden.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen darin, daß es möglich gemacht ist einer Verarbeitungsmaschine, ohne eines zusätzlichen Arbeitsganges nur noch plane Bogen zuzuführen. Damit sind die mit nicht planen Bogen verbundenen Nachteile der Leistungsminderung der Verarbeitungsmaschine und der Qualitätsminderung des Endproduktes eliminierbar geworden. Verbunden damit ist auch das Einsparen von Ausschuß.

Claims (11)

1. Verfahren zum Inlinie-Richten von Flachmaterialien, ins­ besondere Well- und Vollpappe dadurch gekennzeichnet, daß Flachmaterial mit Nichtplanlagearten 1 bis 9 (Fig. 1) ge­ richtet werden kann, ohne daß das Flachmaterial vor oder nach dem Richtvorgang gewendet werden muß.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung geeignet ist, als Vorsatzaggregat, z. B. einer Druck- oder Verarbeitungsma­ schine, diese im Gleichlauf mit plan gerichteten Bogen zu versorgen.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Walzen oben und zwei Walzen unten angeordnet sind, von denen jeweils eine zum Richten nach unten und eine zum Richten nach oben bewegt wird und die obere Walze beim Richten nach oben soweit abhebt, daß die Korrektur­ biegung nicht rückgängig gemacht wird.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung in Verbindung mit der einzustellenden Biegeintensität gleichzeitig gekippt wird, um die Auslaufrichtungsabweichung aus der Horizontalen so zu kompensieren, daß ein übermäßiges Abtauchen bzw. Ab­ heben der Bogen aus der Horizontalen vermieden wird.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzugswalze gesteuert dis­ kontinuierlich einzieht, um zwischen den Bogen eine Lücke zu schaffen.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anfang der Bogen jeweils von z. B. einer Fotozelle erfaßt wird und mit Hilfe eines Drehimpuls­ gebers und einer programmierbaren Steuerung die beweglichen Biegewalzen so bewegt werden, daß insbesondere Nichtplanlagearten 3 und 4 u.ä. während des Durchlaufs des Flachmaterials durch die Richtmaschine korrigiert werden können.
7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die unter Anspruch 6 erwähnte Steuerung mindestens einen Speicherplatz hat, in dem das nächste Biegeprogramm gespeichert und abgerufen werden kann, während der letzte Bogen noch mit dem laufenden Programm durchläuft, wobei das laufende Programm für diesen letzten Bogen noch zuende ge­ führt wird und danach der vom Sensor erfaßte erste Bogen mit der anderen voreingestellten Nichtplanlageart gerichtet wird.
8. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Lagerhebel, die auf den nicht oszillierenden aber rotierenden Walzen gelagert und axial fixiert sind, die beweglichen oszillierenden Walzen führen, die ebenfalls in den Lagerhebeln gelagert sind.
9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Walzen für die Materialstärke und die Biegeintensität mit zwei um 90° ver­ setzte Exzenter entweder manuell mit Skala und einem einzigen Hebel oder elektromotorisch mit digitaler Anzeige vorpro­ grammierbar und auch über Funk ansteuerbar einstellbar ist.
10. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein 3-Walzensystem das Richten nach oben und unmittelbar gefolgt von einem zweiten 3 Walzen­ system für das Richten nach unten vorgesehen sind und die oberen Walzen beim Richten nach oben soweit ablieben, daß die Korrektur­ biegung nicht rückgängig gemacht wird.
11. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Sensoren die Art und Intensität der Nichtplan­ lage erfassen und die zur Korrektur der Nichtplanlage erforderliche Bewegung der Walzen mit angesteuerten Motoren durchgeführt wird.
DE1995128608 1995-08-04 1995-08-04 Inlinie-Richtmaschine Withdrawn DE19528608A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1995128608 DE19528608A1 (de) 1995-08-04 1995-08-04 Inlinie-Richtmaschine

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1995128608 DE19528608A1 (de) 1995-08-04 1995-08-04 Inlinie-Richtmaschine

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE19528608A1 true DE19528608A1 (de) 1997-02-06

Family

ID=7768641

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1995128608 Withdrawn DE19528608A1 (de) 1995-08-04 1995-08-04 Inlinie-Richtmaschine

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE19528608A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN114515769A (zh) * 2020-11-20 2022-05-20 宝山钢铁股份有限公司 针对厚钢板的热矫直方法

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3715116A (en) * 1970-10-20 1973-02-06 Bobst Fils Sa J Leveling device for sheet material feeding mechanism
DE2704684C3 (de) * 1977-02-04 1991-05-29 Georg Fischer Ag Brugg, Brugg, Ch

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3715116A (en) * 1970-10-20 1973-02-06 Bobst Fils Sa J Leveling device for sheet material feeding mechanism
DE2704684C3 (de) * 1977-02-04 1991-05-29 Georg Fischer Ag Brugg, Brugg, Ch

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN114515769A (zh) * 2020-11-20 2022-05-20 宝山钢铁股份有限公司 针对厚钢板的热矫直方法

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP3115204B1 (de) Vorrichtung zur herstellung von druckerzeugnissen
DE3311197C2 (de)
EP0683123A1 (de) Rotations-Rollendruckmaschine mit einer Registervorrichtung zum Ausrichten der Papierbahn
EP3789330A1 (de) Vorrichtung und verfahren zum intermittierenden fördern einer warenbahn längs einer förderrichtung und zum schneiden der warenbahn
DE2547778B2 (de) Bogenanleger mit einer Anordnung zur Korrektur der Seitenlage der von einem Bogenstapel mit Versatz geförderten Bogen
DE19600793C2 (de) Vorrichtung zum Ausrichten von Bogen auf dem Anlegetisch einer Bogendruckmaschine
EP0372237A2 (de) Vorrichtung zur Passerkorrektur der Bogenaufdrucke in einer Bogenrotationsdruckmaschine
DE69104406T2 (de) Vorrichtung zum Einrütteln von Blättern.
EP0668161A1 (de) Vorrichtung zur Uebergabe einzelner Bögen an den Druckzylinder einer Bogenrotationsdruckmaschine
DE3873475T2 (de) Vorrichtung zum korrekten zufuehren kontinuierlicher baender mit geformter seitenflaeche zu stanzmaschinen.
DD282438A5 (de) Vorrichtung zum zufuehren von bogen an eine bogenverarbeitende maschine, insbesondere druckmaschine
EP0036496A1 (de) Vorrichtung zum seitlichen Ausrichten von selbsttätig zugeführten Bogen an Druckmaschinen
DE29615996U1 (de) Leitvorrichtung zur Bogenzufuhr an eine Druckmaschine
DE19643600C2 (de) Einrichtung zum Beeinflussen überlappt zu einer Druckmaschine geförderter Bogen
DE2127757C3 (de) Mehrbogenabtast- und Steuervorrichtung
DE19528608A1 (de) Inlinie-Richtmaschine
DE2457069C2 (de) Vorrichtung zum passergerechten Anlegen von Bogen in Bogenrotationsdruckmaschinen
DE4421199A1 (de) Verfahren und Einrichtung zum Ausrichten von Bogen zur Förderung durch eine Druckmaschine
DE102018130149B4 (de) Anlage für eine tafelförmiges Substrat verarbeitende Maschine und Verfahren zum Betreiben einer Anlage
EP1197272A2 (de) Zweiwalzen-Rundmaschine sowie Verfahren zum Runden von Blechen
DE19755519C2 (de) Vorrichtung zum Zuführen von Bogen
DE60215825T2 (de) Rill- und faltvorrichtung und verfahren
DE29512563U1 (de) Inlinie-Richtmaschine
DE4016304A1 (de) Vorrichtung zum ausrichten schuppenfoermig unterlappt gefoerderter bogen
DE2259602A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur einstellung von textil-ausrichtmaschinen

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8122 Nonbinding interest in granting licenses declared
8139 Disposal/non-payment of the annual fee