DE767007C - Selbsttaetige Regelvorrichtung fuer das Getriebe von Kraftfahrzeugen, insbesondere von Diesellokomotiven - Google Patents

Selbsttaetige Regelvorrichtung fuer das Getriebe von Kraftfahrzeugen, insbesondere von Diesellokomotiven

Info

Publication number
DE767007C
DE767007C DEK148060D DEK0148060D DE767007C DE 767007 C DE767007 C DE 767007C DE K148060 D DEK148060 D DE K148060D DE K0148060 D DEK0148060 D DE K0148060D DE 767007 C DE767007 C DE 767007C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
speed
control device
primary
control
axis
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEK148060D
Other languages
English (en)
Inventor
Fritz Dipl-Ing Stolz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Fried Krupp AG
Original Assignee
Fried Krupp AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Fried Krupp AG filed Critical Fried Krupp AG
Priority to DEK148060D priority Critical patent/DE767007C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE767007C publication Critical patent/DE767007C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61CLOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
    • B61C9/00Locomotives or motor railcars characterised by the type of transmission system used; Transmission systems specially adapted for locomotives or motor railcars
    • B61C9/08Transmission systems in or for locomotives or motor railcars with IC reciprocating piston engines
    • B61C9/14Transmission systems in or for locomotives or motor railcars with IC reciprocating piston engines hydraulic, including combinations with mechanical gearing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

  • Selbsttätige Regelvorrichtung für das Getriebe von Kraftfahrzeugen, insbesondere von Diesellokomotiven Die Erfindung bezieht sich auf eine selbst-. tätige Regelvorrichtung für das Getriebe von Kraftfahrzeugen, insbesondere von Diesellokomotiven, mit Kraftübertragung durch ein Strömungsgetriebe, das zwecks Anpassung an die verschiedenen Betriebszustände mit verstellbaren Schaufeln ausgerüstet ist.
  • Bekannt sind Schaltvorrichtungen für aus mehreren Kreisläufen zusammengesetzte Strömungsgetriebe, bei denen durch ein selbsttätiges Schalten in Abhängigkeit von einem bestimmten Drehzahlverhältnis zwischen Sekundär- und Primärdrehzahl eine Umschaltung von einem Kreislauf auf einen anderen durch Entleeren des bisher gebrauchten und Füllen des neuen Kreislaufs erfolgt. Durch die bekannte Umschalteinrichtung wird an den inneren Verhältnissen der einzelnen Kreisläufe, d. h. an der Leistungs-, Drehmoment-und Wirkungsgradcharakteristik, nichts geändert.
  • Bekannt ist es ferner, zur Erzielung einer bestimmten Kennlinie. Strömungsgetriebe mit veränderbarer, von Hand regelbarer Schaufelstellung zu verwenden.
  • Demgegenüber liegt der Erfindung der Gedanke zugrunde. daß sich Strömungsgetriebe mit veränderbarer Schaufelstellung in weitgehender und recht zweckmäßiger Weise durch das Drehzahlverhältnis zwischen Primär-und Sekundärwelle stetig regeln lassen. Die selbsttätige Schaufeleinstellung in Abhängigkeit von dein Verhältnis @eknnd är drehzahl : Primärdrehzahl erfolgt durch das Zusammenarbeiten zweier Regelglieder. von denen das eine von der Antriebswelle und dan andere von der Abtriebswelle des Ströinunasgetriebes angetrieben wird.
  • Dann läßt sich, trotz des bei unveränderter Schaufelstellung z. B. mit steigender Fahrgeschwindigkeit sinkenden Priniärdrelinioinents. über den ganzen Bereich der Sekundärdrehzahl bzw. Fahrgeschwindigkeit ein konstantes Drehmoment oder ein nach einer anderen vorher gewählten Gesetzmäßigkeit verlaufendes Drehmoment erreichen. Für jedes Verhältnis Sekundärdrehzahl : Primärdrehzahl läßt sich dann stetig eine Schaufelstellung selbsttätig einstellen, die beim Entwurf festgelet wurde und günstigste Z-erhältnisse _sowohl' für den -Motor als auch für das Getriebe ergibt. Die Regelvorrichtung nach der Erfindung wirkt also im Ge<-ensatz zu der eingangs erwähnten bekannten Schaltvorrichtung auf die inneren Verhältnisse des Strömungsgetriebes ein.
  • Zwischen die Regelglieder und die verstellbaren Schaufeln des Strömungsgetriebes ist vorteilhaft ein Cbertragungsglied, z. B. eine Kurvenscheibe, geschaltet, deren Gestalt so gewählt werden kann. daß sich für jede -Motorleistung ein über den gesamten Bereich der Fahrgeschwindigkeit gleichbleibendes Primärdrehmoment ergibt. Durch entsprechende Wahl der Kurve der Scheibe wird jedoch darüber hinaus die -Möglichkeit geschaffen, daß ohne Änderung des Aufbaues des Strömungsgetriebes statt des konstanten Primärdrehmoments mit demselben Strömungsgetriebe ein beispielsweise im ersten Viertel des Bereichs erhöhtesPriniärdrelitnoinentverwirklichtwird. ' Abb. i der Zeichnung zeigt in grundzügiger Darstellung beispielsweise eine Regelvorrichtung gemäß der Erfindung für eine Diesellokomotive.
  • Abb. 2 ist ein Schaubild zur Erläuterung der der -Torrichtung nach Abb. i zugrunde liegenden Gesetzmäßigkeiten.
  • Abb.3 stellt die Regelvorrichtung nach Abb. i für eine andere Einstellung dar.
  • Die Kurbelwelle i (Abb. i und 3-) des Dieselmotors 2 der Lokomotive ist mit der Primärwelle 3 eines Strömungsgetriebes :1. gekuppelt, dessen Sekundärwelle 5 mit weiteren. die Antriebskraft zu den Treibachsen der Lokomotive leitenden Gliedern verbunden ist. Das Strömungsgetriebe .l besitzt nicht dargestellte. in bekannter Weise zu einem Ströinungskreislauf vereinigte Pumpenschaufeln, Leitschaufeln und Turbinenschaufeln. Dic Pumpenschaufeln sind wie bekannt verstellbar ausgebildet.
  • Parallel zu der Primärwelle 3 ist eine Welle 6 gelagert. die über ein Ritzel 7 und nicht dargestellte Zahnräder mit der Kurbelwelle i zwangsläufig gekuppelt ist. An dein von dem -Motor 2 abgewandten Ende sitzt an der «-elle 6 senkrecht zu dieser eine Kreisförmige Scheibe B. Parallel zur Welle 5 ist eine Welle g gelagert, die mittels eines Ritzels io und nicht dargestellter Zahnräder mit der Welle ; zwangsläufig gekuppelt ist. An (lein dein -Motor 2 zugewandten Ende der `Felle g sitzt ein Kegelrad i i, das mit einem Kegelrad 1 2 in Eingriff steht. Dieses ist auf einer parallel zur Scheibe 8 gelagerten Welle 13 befestigt. die in ihrem mittleren Teil eine Gewindespindel 14 mit rechts steigendem Gewinde trägt. Auf der Spindel rd. sitzt eine als Reibrolle ausgebildete Mutter 1 _5, deren Umfang ballig ausgebildet ist und mit Druck an der von dem Motor -2 abgewandten Stirnfläche 16 der Reibscheibe 8 in einem Punkt 17 anliegt. Die Reibrolle 15 hat eine Führungsrille 18, in die eine an einer lotrecht geführten Stange ig sitzende Gabel 2o eingreift. An das untere Ende der Stange ig ist ein Hebel 21 angelenkt. dessen anderes Ende auf einer eine Kurvenscheibe 22 tragenden Achse 23 befestigt ist. An dem Umfang der Kurvenscheibe 22, der in dein dargestellten Falle etwa die Gestalt einer Spirale hat, liegt eine Rolle 24 an, die am Ende einer lotrecht nach oben geführten Stange 25 sitzt. Das obere Ende 26 der Stange 25 greift an einem Hebel 27 an. der um eine Achse 28 drehbar ist. Diese Achse ist über nicht dargestellte Verstellglieder finit den verstellbaren Pumpenschaufeln des Strömungsgetriebes 4 verbunden. Bei der in Abb. i mit .-f bezeichneten Stellung des Hebels -27 geben die Pumpenschaufeln zwischen sich die größte Öffnung frei. Die Stellung Z des Hebels 27 entspricht der Schließstellung der Schaufeln.
  • Die Achse 23 ist drehbar in dem einen Schenkel 29 eines um eine Achse 3o drehbaren Winkelhebels gelagert. An dem anderen Schenkel 31 des Winkelhebels greift eine ah einem Arbeitskolben 32 befestigte Stange 33 an. Der Kolben 32 ist in einem Zylinder 34 geführt und liegt bei der in Abb. i dargestellten Lage mit einem Anschlag 35 an der einen Stirnwand 36 dieses Zylinders an. Auf den Kolben 32 wirkt eine Druckfeder 37, die sich gegen die andere Stirnwand 38 des Zylinders 3.4 stützt. Zwischen dem Kolben 32 und der Stirnwand 36 mündet in den Zylinder 3:1 eine Leitung 39, die von dem -Mantel eines Steuerzylinders 4o mit lotrechter Achse ausgeht. Ein Stück oberhalb der Leitung 39 ist an den Zylinder4o eine Leitung41 angeschlossen, die mit einem nicht dargestellten Druckluftbehälter in Verbindung steht. Von der Unterseite des Zylinders 40 führt eine Leitung 42 ins Freie. Innerhalb des Zylinders 40 ist ein Kolbenschieber 43 geführt, auf dessen Unterseite eine auf der unteren Stirnwand 44 des Zylinders 4o ruhende Druckfeder 45 wirkt. Beider in Abb. i dargestellten Lage liegt der Kolbenschieber 43 mit seiner Oberseite an der oberen Stirnwand 46 des Zylinders 4o an. Der untere Teil des Kolbenschiebers 43 hat einen Bund 47, welcher in der in Abb. i dargestellten Lage die Verbindung zwischen den Leitungen 41 und 39 unterbricht. An der Oberseite des Kolbenschiebers 43 sitzt ein durch die Stirnwand 46 hindurchgeführter Stift 48, oberhalb dessen sich eine um eine waagerechte Welle 49 drehbare Kurvenscheibe 5o befindet. Die Welle 49 ist mit einer nicht dargestellten Einrichtung zur Einstellung der Motorleistung verbunden. Bei der in Abb. i dargestellten Lage der Kurvenscheibe 5o befindet sich zwischen dieser und dem Stift 48 Spiel.
  • Es sei angenommen, daß die Kurbelwelle i und damit die Primärwelle 3 mit einer bestimmten Drehzahl n1 (Primärdrehzahl) umlaufen. Unter Vermittlung des Ritzels 7 und der mit diesem kämmenden Zahnräder wird dann der Welle 6 eine der Primärdrehzahl verhältnisgleiche Drehzahl c - n1 erteilt. Ferner möge die Lokomotive mit einer bestimmten Geschwindigkeit fahren, der eine bestimmte Drehzahl n2 der Sekundärwelle 5 (Sekundärdrehzahl) entspricht. Das Ritzel io und die mit diesem kämmenden Zahnräder sowie die Welle 9 und die Kegelräder i i und 12 vermitteln dann der Welle 13 und damit der Spindel 14 eine der Sekundärdrehzahl verhältnisgleiche Drehzahl k_- n2. Der Drehsinn der Wellen 6, 9 und 13 wird durch die eingetragenen Pfeile x, y und z bezeichnet. Die Reibscheibe 8 nimmt die Reibrolle 15 mit und erteilt ihr eine Umfangsgeschwindigkeit u, die verhältnisgleich dem Produkt aus der Primärdrehzahl n1 und dem Abstand a des Berührungspunktes 17 von der Achse der Welle 6 ist: u = C - n1 # a. Die Drehzahl nr der Reibrolle 15 ist, wenn b deren Halbmesser ist, verhältnisgleich dem Verhältnis dann gilt Ist diese Drehzahl größer als die Drehzahl k-n. der Welle 13, so wird die Reibrolle 15 auf der Spindel 14 nach unten geschraubt; ist nr kleiner als k -,n., so bewegt sich die Reibrolle 15 nach oben. Die Reibrolle kommt dann zur Ruhe, wenn durch Verkleinerung bzw. Vergrößerung des Abstandes a die Drehzahl n,. der Reibrolle 15 gleich der Drehzahl k-n, der Spindel 14 geworden ist. Es gilt dann d. h. jedem Verhältnis Sekundärdrehzahl : Primärdrehzahl entspricht eine bestimmte Stellung der Reibrolle 15. Bewegt sich diese nach unten, so wird unter Vermittlung des.Gestänges 2o, 19, 21 sowie des Zapfens 23 die Kurvenscheibe z2 im Uhrzeigersinne gedreht. Infolgedessen bewegt sich die Stange 25 nach oben und nähert sich der Hebel 27 der Stellung Z. Dies hat eine Verkleinerung der von den Schaufeln des Strömungsgetriebes 4 freigegebenen Öffnung zur Folge. Eine Bewegung der Reibrolle 15 nach oben vergrößert diese Öffnung. Jedem Verhältnis der Sekundärdrehzahl : Primärdrehzahl entspricht somit auch eine ganz bestimmte Schaufelstellung, und zwar einem großen Wert eine große und- einem kleinen Wert eine kleine Schaufeleröffnung.
  • In dem Schaubild nach Abb. 2 ist über der Fahrgeschwindigkeit bzw. der Sekundärdrehzahl das vom Motor abgegebene Moment bzw. das Primärmoment des Strömungsgetriebes aufgetragen. Die Parabeln 51, 52 und 53 sind Linien für gleichbleibende Verhältnisse und damit für gleiche Schaufelstellungen. Infolgedessen sind sie auch Linien hydraulisch ähnlicher Verhältnisse, so daß für sie die Beziehung gilt, daß das Motordrehmoment mit dem Quadrat und die Motorleistung mit der dritten Potenz der Primär- und Sekundärdrehzahl zunehmen. Das einer Parabel zugrunde liegende Verhältnis und die zugehörige Schaufeleröffnung sind um so größer, je weiter die Parabel nach rechts verschoben ist. Die Parabeln 51, 52, 53 sind außerdem Linien gleichen Wirkungsgrades des Strömungsgetriebes (hydraulischen Wirkungsgrades). Durch entsprechende Formgebung der Kurvenscheibe 22 ergibt sich eine bestimmte Gesetzmäßigkeit, nach der sich bei den verschiedenen Verhältnissen bestimmte Schaufeleröffnungen einstellen; z. B. kann man erreichen, daß jeder Parabel der höchste hydraulische Wirkungsgrad, der für das die Parabel bestimmende Verhältnis möglich ist, zugeordnet wird.
  • Der besseren Verständlichkeit halber sei für die folgende Erläuterung der Wirkungsweise der Anordnung vorausgesetzt, daß für gleichbleibende Motorleistung die Motordrehzahl und das Motordrehmoment unabhlingig von der Sekundärdrehzahl sein sollen. Die Kurven 5.M, 55, 56 sind Linien des Priinärdrelimoments bei gleicher Primärdrehzahl ttl für verschiedene, den Parabeln 5i, 5:-', 53 entsprechende Schaufelstellungen. Die Schnittpunkte dieser Kurven mit den zugehörigen Parabeln liegen auf einer Waagerechten 57. Die Kurven 58, 59, 6o entsprechen den Kurven 5.1., 55, 56 unter Zugrundelegung der doppelten Primärdrehzahl. Die Schnittpunkte der Kurven 58, 59, 6o mit den Parabeln 5 i, 52, 53 entsprechender Schaufelstellung liegen auf einer Waagerechten 61.
  • Es sei angenommen (Betriebspunkt da1, der Motor entsprechend einer bestimmten Einstellung der Brennstoffzufuhr mit einer bestimmten Leistung A7 1 und dabei mit einem Drehmoment 111 und einer Drehzahl n1 laufe; die Lokomotive fahre mit einer Geschwindigkeit, der eine Sekundärdrehzahl sa., entspreche. Dem sich ergebenden Verhältnis ist die Schaufelstellung der Parabel 52 und der dieser entsprechende hohe hydraulische Wirkungsgrad zugeordnet.
  • Sinkt z. B. infolge einer Vergrößerung der Steigung der Strecke die Fahrgeschwindigkeit und damit die Sekundärdrehzahl auf den Wert ia,, ; so würde bei unveränderter Schaufelstellung das Primärdrehmoment das Bestreben haben, längs der Kurve 55 bis zu dem Punkt B zu steigen, wobei der hydraulische Wirkungsgrad unter Umständen stark absinken könnte. Die Regelvorrichtung nach der Erfindung verkleinert jedoch entsprechend der Verkleinerung des Verhältnisses Sekundärdrehzahl : Primärdrehzahl augenblicklich die von den Schaufeln freigegebene Üffnung und wirkt dadurch dem Steigen des Primärdrehmoments entgegen, so daß im vorliegenden Falle das Ausgangsprimärdrehmoment 11i aufrechterhalten wird. Es ergibt sich dann der Betriebspunkt C mit der der Parabel 51 zugeordneten Schaufelstellung und dem zugehörigen hohen hydraulischen Wirkungsgrad. Im Gegensatz hierzu -,würde sich bei einer Einstellung der Schaufeln von Hand die Einhaltung hoher hydraulischer Wirkungsgrade äußerst schwierig gestalten. da die Motorleistung, die Fahrgeschwindigkeit und das von der Schaufelstellung beeinflußte Drehmoment voneinander unabhängige Größen sind.
  • Steigt die Fahrgeschwindigkeit und damit die Sekundärdrehzahl z. B. auf den Wert si,", so stellt sich entsprechend dem vergrößerten Wert die der Parabel 53 zugeordnete Schaufelstellung ein, wobei wiederum das Primärdrehmoment 111 und ein hoher hvdraulischer Wirkungsgrad aufrechterhalten bleiben (Betriebspunkt D).
  • Wird ausgehend von dem Betriebspunkt _-die -Motorleistung bei zunächst unverändertes f ahrgeschwindigkeit z. B. auf das Achtfache erhöht (Betriebspunkt E), so ergibt sich infolge der im vorliegenden Falle verdoppelten Motordrehzahl eine Verkleinerung des Verhältnisses Sekundärdrehzahl : Primärdrehzahl und damit eine Verkleinerung der von den Schaufeln freigegebenen Üitnung. Es stellen sich die der Parabel 51 zugeordnete Schaufeleröffnung und der zu dieser gehörige hohe livdraulisclie Wirkungsgrad ein. Infolge des im vorliegenden Falle auf das Vierfache erhöliten Priinärdreliinonients wird das Fahrzeug beschleunigt, mit wachsender Fahrgeschwindigkeit (Betriebspunkte F und G) vergrößert sich das Verhältnis Sekundärdrehzahl : Primärdrehzahl und damit die Schaufeleröffnung. Hierdurch wird einerseits dem Absin1.#en des Primärdrehmoments entgegengeWirkt, das im vorliegenden Falle unverändert bleibt; andererseits wird über den ganzen Fahrbereich ein hofier hydraulischer Wirkungsgrad aufrechterhalten.
  • Abweichend von dem Schaubild nach Abb.2 l@ann man durch entsprechende Gestaltung der Kurvenscheibe 2-2 (Abb. i) erreichen, daß sich das Primärdrehmoment bei gleichbleibender Motorleistung innerhalb gewisser Grenzen mit wechselnder Fahrgeschwindigkeit ändert. -Man erhält dann statt der Waagerechten 57 und 61 nach oben oder nach unten gekrümmte Kurven.
  • Einen Sonderfall bildet der Leerlaufbetrieb des Motors. Hierbei müssen sich die Schaufeln des Strömungsgetriebes unabhängig von dem Verhältnis Sekundärdrelizalil : Primärdrellzahl, d. h. unabhängig von der Fahrgeschwindigkeit, in Schließstellung befinden; die Regelvorrichtung mur also ausgeschaltet werden. Diesen Fall erläutert Abb. 3, für welche dieselben Bezeichnungen gelten wie für Abb. i.
  • Die Kurvenscheibe 5o, die bei der Einstellung der Brennstoffzufuhr zum Motor mittels der Welle49 gedreht wird, bleibt bei allen einer Belastung des Motors zugeordneten Stellungen, z. B. nach Abb. i, außer Eingriff mit dem Stift 48. Bei der in Abb.3 dargestellten Leerlaufeinstellung hingegen drückt die Scheibe 5o den Kolbenschieber -43 entgegen dein Widerstand der Feder .M5 nach unten, so da13 eine Verbindung zwischen der Leitung 41 und 39 hergestellt wird. Infolgedessen strömt Druckluft in den Arbeitszylinder 3-. und schiebt den Arbeitskolben 32 gegen den Widerstand der Feder 37 nach rechts. Dies hat zur Folge, daß der Winkelhebel 29, 3 i uni die Achse 30 dem L"hrzeigersinne entgegengedreht wird und sich die Kurvenscheibe 22 sowie die Spindel -25 nach oben bewegen, bis der Hebel 27 in die Stellung Z gelangt. Alsdann befinden sich die Schaufeln des Strötnungsgetrieben in Schließstellung. Dies geschieht unabhängig von der jeweiligen Lage der Kurvenscheibe 22. Ist diese unter dem Einfluß der Reibrolle 15 um einen großen Winkel dem Uhrzeigersinne entgegengedreht worden, was einer großen Schaufeleröffnung entsprechen würde, so muß der Kolben 32 einen verhältnismäßig großen Weg zurücklegen, um den Hebel 27 in die Stellung Z zu bringen. Ist hingegen die Kurvenscheibe 22 um einen gro-ß en Winkel imUhrzeigersinnegedreht worden, was einer kleinen Schaufeleröffnung entspricht, so braucht der Kolben 32 nur einen kleinen Weg nach rechts zurückzulegen, um die Schaufeln endgültig in die Schließstellung zu bringen.
  • Geht man vom Leerlaufbetrieb auf Betrieb mit Belastung über, so wird die Kurvenscheibe 5o aus dem Bereiche des Stiftes 48 herausgedreht. Infolgedessen drückt die Feder 45 den Kolbenschieber 43 nach oben, bis er wieder an der Stirnwand 46 anliegt. Der Bund47 sperrt dann die Verbindung zwischen den Leitungen 41 und 39 ab und stellt über die Leitungen 39 und 42 zwischen dem Zylinder 34 und der Außenluft eine Verbindung her, so daß der Arbeitskolben 32 unter dem Einfluß der Feder 37 wieder in seine äußerste linke Lage gemäß Abb. i gebracht wird. Infolgedessen bewegt sich die Drehachse 23 der Kurvenscheibe 22 so weit nach unten, daß bei Drehung der Kurvenscheibe um diese Achse ein Verstellen des Hebels 27 innerhalb der Grenzstellungen Z und A möglich wird. j

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Selbsttätige Regelvorrichtung für das Getriebe von Kraftfahrzeugen, insbesondere von Diesellokomotiven, mit Kraftübertragung durch ein Strömungsgetriebe, das zwecks Anpassung an die verschiedenen Betriebszustände mit verstellbaren Schaufeln ausgerüstet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaufeleinstellung in Abhängigkeit von dem Verhältnis Sekundärdrehzahl : Primärdrehzahl durch das Zusammenarbeiten zweier Regelglieder (i5; 14) erfolgt, von denen das eine (i5) von der Antriebswelle (i) und das andere (i4) von derAbtriebswelle (5) angetrieben wird.
  2. 2. Selbsttätige Regelvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die Regelglieder (i5, 14) und die Schaufeln des Strömungsgetriebes (4) ein Übertragungsglied, z. B. eine Kurvenscheibe (22), von einer derartigen Form eingeschaltet ist, daß sich für jede Motorleistung ein über den gesamten Bereich der Fahrgeschwindigkeit gleichbleibendes Primärdrehmoment ergibt.
  3. 3. Selbsttätige Regelvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die Regelglieder (i5, 14) und die Schaufeln des Strömungsgetriebes (4) ein Übertragungsglied, z. B. eine Kurvenscheibe (22), von einer derartigen Form eingeschaltet ist, daß sich für jede Motorleistung und Fahrgeschwindigkeit der höchste erzielbare hydraulische Wirkungsgrad ergibt.
  4. 4. Selbsttätige Regelvorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahlen der Regelglieder (i5, 4 verhältnisgleich der Primär- bzw. Sekundärdrehzahl des Strömungsgetriebes (4) sind und daß die Drehzahl des einen Regelgliedes (i5) außerdem von der Lage der beiden Regelglieder. (i5, 14) zueinander abhängt.
  5. 5. Selbsttätige Regelvorrichtung nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Regelglied durch eine Reibrolle (i5) gebildet wird, die mit ihrem Umfang die Stirnfläche (i6) einer Reibscheibe (8) berührt, deren Drehzahl verhältnisgleich der Primärdrehzahl ist, während das andere Regelglied aus einer Gewindespindel (i4) besteht, auf der die Reibrolle (i5), als Mutter sitzt und deren Drehzahl verhältnisgleich der Sekundärdrehzahl ist.
  6. 6. Selbsttätige Regelvorrichtung nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine zur Einstellung der Motorleistung dienende Einrichtung (49) ein Steuerglied (43) beeinflußt, das bei Leerlauf des Motors (2) die Schaufeln unabhängig von der Stellung der Regelglieder (i5, 14) in Schließstellung bringt.
  7. 7. Selbsttätige Regelvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse (23), um welche die Kurvenscheibe (22) unter dem Einfluß der Regelglieder (i5, 14) gedreht werden kann, um eine zweite, zu der Drehachse (23) parallele Achse (30) unter Vermittlung des Steuergliedes (43) schwenkbar ist.
  8. 8. Selbsttätige Regelvorrichtung nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerglied aus einem in einem Steuerzylinder (40) geführten Kolbenschieber (43) besteht, der bei Leerlauf des Motors (2,) die Zuleitung von Druckmittel zu einem in einem Zylinder (34) geführten Arbeitskolben (32) einstellt, durch den die Drehachse (23) der Kurvenscheibe (22) um die zur Drehachse pärallele Achse (30) geschwenkt wird.
  9. 9. Selbsttätige Regelvorrichtung nach Anspruch 6 bis e, dadurch gekennzeichnet. daß auf einer Welle (d.9), die mit der Einrichttzng zur Einstelluna' der Motorleistung verbunden ist. eine Kurvenscheibe (5o) sitzt. die bei allen einer Belastung de. :Motors (?) entsprechenden Stellungen der Welle (4g) außer Eingriff mit dein Kolbenschieber (d.3) ist, bei Leerlaufstellting hingegen den Kolbenschieber (d.3) in dein Zylinder (-o) gegen den Widerstand einer Feder (45) bewegt, wodurch die Verbindung zwischen einem Drnckmittelbehälter und dem Arbeitszylinder (3d.) hergestellt wird. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind iln Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Schweizerische Patentschrift 1r. 173 836: französische Patentschrift \r. 783 876: britische Patentschrift N r. 4,;4914: USA.-PatentschrifteiZ N r. T 159 709# 2 oz8 6r6.
DEK148060D 1937-10-01 1937-10-01 Selbsttaetige Regelvorrichtung fuer das Getriebe von Kraftfahrzeugen, insbesondere von Diesellokomotiven Expired DE767007C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK148060D DE767007C (de) 1937-10-01 1937-10-01 Selbsttaetige Regelvorrichtung fuer das Getriebe von Kraftfahrzeugen, insbesondere von Diesellokomotiven

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK148060D DE767007C (de) 1937-10-01 1937-10-01 Selbsttaetige Regelvorrichtung fuer das Getriebe von Kraftfahrzeugen, insbesondere von Diesellokomotiven

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE767007C true DE767007C (de) 1951-04-02

Family

ID=7251599

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEK148060D Expired DE767007C (de) 1937-10-01 1937-10-01 Selbsttaetige Regelvorrichtung fuer das Getriebe von Kraftfahrzeugen, insbesondere von Diesellokomotiven

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE767007C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1058536B (de) * 1955-02-17 1959-06-04 Eisen & Stahlind Ag Verfahren und Vorrichtung zum Regeln von dieselhydraulischen Antrieben fuer Fahrzeuge, insbesondere fuer Schienenfahrzeuge
DE1117635B (de) * 1954-07-28 1961-11-23 Voith Gmbh J M Verfahren zum Betrieb einer Hilfsmaschine, vorzugsweise eines Bremsluftkompressors, bei Antriebsanlagen mit Brennkraftmaschine, insbesondere in Schienentriebfahrzeugen, sowie Einrichtung zum Durchfuehren des Verfahrens

Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1159709A (en) * 1913-04-07 1915-11-09 Charles S Reinhart Speed-change mechanism.
CH173836A (de) * 1933-12-22 1934-12-15 Kreissle Hermann Steuerung für Flüssigkeits-Wechselgetriebe.
FR783876A (fr) * 1933-12-21 1935-07-19 Turbo-transmission à plusieurs rapports, notamment pour véhicules à moteur
US2018616A (en) * 1933-06-19 1935-10-22 Klein Schanzlin & Becker Ag Hydrodynamic gear
GB454914A (en) * 1935-05-21 1936-10-09 Saurer Ag Adolph Improvements in and relating to motor vehicles

Patent Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1159709A (en) * 1913-04-07 1915-11-09 Charles S Reinhart Speed-change mechanism.
US2018616A (en) * 1933-06-19 1935-10-22 Klein Schanzlin & Becker Ag Hydrodynamic gear
FR783876A (fr) * 1933-12-21 1935-07-19 Turbo-transmission à plusieurs rapports, notamment pour véhicules à moteur
CH173836A (de) * 1933-12-22 1934-12-15 Kreissle Hermann Steuerung für Flüssigkeits-Wechselgetriebe.
GB454914A (en) * 1935-05-21 1936-10-09 Saurer Ag Adolph Improvements in and relating to motor vehicles

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1117635B (de) * 1954-07-28 1961-11-23 Voith Gmbh J M Verfahren zum Betrieb einer Hilfsmaschine, vorzugsweise eines Bremsluftkompressors, bei Antriebsanlagen mit Brennkraftmaschine, insbesondere in Schienentriebfahrzeugen, sowie Einrichtung zum Durchfuehren des Verfahrens
DE1058536B (de) * 1955-02-17 1959-06-04 Eisen & Stahlind Ag Verfahren und Vorrichtung zum Regeln von dieselhydraulischen Antrieben fuer Fahrzeuge, insbesondere fuer Schienenfahrzeuge

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2239887A1 (de) Hydromechanisches getriebe mit vielen untersetzungsbereichen
DE676004C (de) Regelvorrichtung fuer den Antrieb von Motorfahrzeugen mit Brennkraftmaschine und zwischen Treibraedern und Maschine eingeschaltetem Fluessigkeitsgetriebe
DE1301622B (de) Antriebsvorrichtung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
DE767007C (de) Selbsttaetige Regelvorrichtung fuer das Getriebe von Kraftfahrzeugen, insbesondere von Diesellokomotiven
DE2244611C3 (de) Regeleinrichtung für ein hydrostatisches Getriebe für Fahrzeuge, insbesondere für Kraftfahrzeuge
DE913598C (de) Zweitaktmotor
DE1755161B1 (de) Regeleinrichtung für ein durch eine Brennkraftmachine angetriebenes hydrostatisch-mechanisches Überlagerungsgetriebe für Fahrzeuge
DE887662C (de) Hydraulische Kraftanlage aus zwei Krafteinheiten und einem davon gemeinsam angetriebenen hydraulischen Motor, insbesondere zum Antrieb von Lokomotiven oder anderen Landfahrzeugen
DE578985C (de) Regelunsvorrichtung fuer Fluessigkeitsgetriebe von Kraftfahrzeugen
DE971338C (de) Regelvorrichtung fuer motorgetriebene Fahrzeuge, insbesondere fuer Diesellokomotiven mit Stroemungsgetriebe
DE1019178B (de) Hydraulischer Regler
DE818893C (de) Stufenlos regelbares Fluessigkeitsgetriebe
DE627598C (de) Hydraulische Steuervorrichtung fuer stufenlos verstellbare Wechselgetriebe, insbesondere von Kraftfahrzeugen
DE662563C (de) Regelvorrichtung fuer Sternkolbenpumpen
AT141418B (de) Stufenlos regelbares, hydraulisches Getriebe.
AT208239B (de) Stufenlos wirkendes, hydrostatisches Taumelscheibengetriebe, insbesondere für Kraftfahrzeuge
DE1158999B (de) Selbsttaetige Regelvorrichtung fuer ein hydrostatisches Getriebe eines Fahrzeuges, insbesondere Schienenfahrzeuges
AT202872B (de) Stufenloses, aus mehreren Einzelgetrieben bestehendes Schaltwerkgetriebe, insbesondere für Kraftfahrzeuge
DE400572C (de) Kolbenpumpe
DE1751622A1 (de) Mechanisch-hydraulischer Regler fuer Drehzahl und Belastung eines Antriebsmotors,namentlich von Diesel-elektrischen Lokomotiven
DE532926C (de) Steuerung fuer Fluessigkeitspumpen zum Vorschubantrieb bei Werkzeugmaschinen, insbesondere Fraesmaschinen
DE483623C (de) Kolbenpumpe fuer veraenderliche Foerdermengen bei gleichbleibender Drehzahl und mit zwei parallel zueinander angeordneten Kurbelwellen
DE670731C (de) Auslenkvorrichtung fuer eine Maschinensteuerung, insbesondere fuer eine Lokomotivkolbenschiebersteuerung
DE419540C (de) Fluessigkeitswechselgetriebe
DE528706C (de) Kolbenpumpe fuer Fluessigkeitsgetriebe mit Kurbelantrieb und unverstellbarem Kolbenhub