CH199355A - Kupplungseinrichtung, insbesondere für Kraftfahrzeuge. - Google Patents

Kupplungseinrichtung, insbesondere für Kraftfahrzeuge.

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CH199355A
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Hans Kattwinkel
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Hans Kattwinkel
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  Kupplungseinrichtung, insbesondere für Kraftfahrzeuge.    Gegenstand der     Erfindung    ist eine haupt  sächlich für Kraftfahrzeuge bestimmte  Kupplungseinrichtung, die sich auszeichnet  durch die Verbindung einer Lamellenkupp  lung (Hauptkupplung), deren einer Lamel  lenträger gegenüber beiden zu kuppelnden  Wellen drehbar gelagert und deren anderer  mit der einen der zu kuppelnden Wellen starr  verbunden ist, mit einer zwischen dem losen  Lamellenträger und der andern Welle einge  schalteten Reibungskupplung     (Zusatzkupp-          lung),    die durch     Vermittlung    von über den  Umfang verteilten Kupplungshebeln ent  gegen der Wirkung von ihre Reibflächen zu  sammendrückenden Federn geöffnet werden  kann.

   Dabei ist zweckmässig die Einrichtung  so ausgebildet, dass die     Zusatzkupplung    mit  tels eines für beide     Kupplungen    gemeinsamen  Organes aus- und eingerückt werden kann,       und    zwar so, dass die Hauptkupplung jeweils  vor der Zusatzkupplung geöffnet, aber nach  ihr wieder geschlossen wird.    Vorzugsweise sind ferner für jede der  beiden     Kupplungen    besondere, auf ihre  Druckteller wirkende     Federn    vorgesehen.  



  Diese     Ausbildung    der Kupplungseinrich  tung ermöglicht ein dichteres     Aneinanderlie-          gen    der Lamellen der Hauptkupplung, wes  halb diese einen geringeren Raumbedarf in       axialer    Richtung aufweist. Sie gestattet zu  dem ein sanfteres Einkuppeln und bewirkt  eine längere Lebensdauer der Reibbeläge.  Endlich ist der     Kraftaufwand    beim Bedienen  der     Kupplungseinrichtung    wegen der durch  das dichte Aneinanderliegen der Lamellen be  dingten Möglichkeit der Wahl eines hohen       Übersetzungsverhältnisses    geringer als bei  den bekannten Lamellenkupplungen.  



  In der     Zeichnung,    die mehrere Ausfüh  rungsbeispiele des     Erfindungsgegenstandes     veranschaulicht, stellt       Fig.    1     die    obere Hälfte einer Fahrzeug  kupplungseinrichtung     in    senkrechtem     Axial-          schnitt    dar,     während    die      Fig. 2 und 3 Axialschnitte durch zwei  weitere Ausführungsformen sind.  



  In Fig. 1 ist mit 1 die Getriebewelle be  zeichnet, auf der der Träger 2 für die innern  Reiblamellen 3 der Hauptkupplung starr auf  gekeilt ist. Der Träger 5 für die äussern La  mellen 4 ist mit seiner Nabe 5a auf einem  hohlzylindrischen Ansatz 2a des Trägers 2  drehbar gelagert. Durch einen mit dem freien  Ende des Trägers 5 verbundenen Deckel 5b  ist der die Lamellen 3, 4 enthaltende Hohl  raum bis auf eine mittlere Öffnung 5d ab  geschlossen, so dass er mit 01 oder einem  sonstigen Schmier- bezw. Kühlmittel gefüllt  werden kann. Die Zusammenpressung der  auch bei gelöster Kupplung dicht aneinander  liegenden Lamellen 3, 4 erfolgt mit Hilfe  mehrerer Schraubenfedern 6, die einerseits an  dem Träger 2 für die innern Lamellen, ander  seits an einem Druckteller 7 anliegen, der  auf der Welle 1 axial verschiebbar gelagert  ist.

   Durch bei 8a am Träger 2 gelagerte He  bel 8 wird der Druck der Federn 6 auf das  Lamellenpaket übertragen. Der Träger 5 für  die Aussenlamellen ist bei 5c mit einer Ver  zahnung versehen, die in eine entsprechende  Innenverzahnung eines Stahlblechringes 9  eingreift, der auf beiden Seiten mit Reibbelä  gen 9a versehen ist. Dieser Reibring bildet  zusammen mit einem Ringkörper 12, der mit  der auf der Motorwelle 10 sitzenden       Schwungscheibe    11 starr verbunden ist, die  Zusatzkupplung, zu der auch noch ein Druck  ring 13 gehört, der durch Schraubenfedern  13a nach rechts gegen den Reibring 9 ge  drückt wird, wobei der radiale Flansch des  Ringkörpers 12 das Widerlager bildet.

   Das  Abheben des Druckringes 13, der durch in  Ausnehmungen 12b des Ringkörpers 12 grei  fende Vorsprünge<B>13e</B> geführt ist, erfolgt  durch Vermittlung von Hebeln 15, die bei  15a an der Schwungscheibe 11 gelagert sind  und mit ihren innern Enden an einer gegen  über der Welle 1 drehbaren Hülse 16 an  liegen, die sich mittels eines Kugellagers 17  gegen eine auf dem Nabenteil 2b des Trägers  2 axial verschiebbar, aber nicht verdrehbar  gelagerte Hülse<B>18</B> stützt. Diese Hülse liegt    an in axialer     Richtung    nach links vorsprin  genden Lappen 7a des Drucktellers 7 an. Die  Lappen 7a greifen durch entsprechende     Aus-          nehmungen    des Stegteils 2c des Trägers 2  hindurch.

   Die Verschiebung des Drucktellers  7 entgegen der Wirkung der Federn 6 erfolgt  in bekannter Weise mit Hilfe einer vom  Fahrer durch das Kupplungspedal betätigten  Muffe 19.  



  Durch     Durchbrechungen    der Hebel 15  ragen Stössel 20 hindurch, die an dem rechten  Ende mit einem halbkugelförmig ausgebilde  ten Kopf 20a in eine entsprechend halbkugel  förmige Höhlung des Druckringes 13 eingrei  fen. Die entgegengesetzten Enden der Stö  ssel 20 ragen durch in der Schwungscheibe 11  vorgesehene Löcher     Ila    und sind mit einer  Nase 20b versehen, die mit einem als Feder  bügel ausgebildeten, an der     Schwungscheibe     befestigten Ansatz 21 in Eingriff treten kön  nen. Die Stössel 20 besitzen ferner eine Rast  20c mit zwei Schrägflächen, in die ein in der       Durchbrechung    des     Hebels    15 vorgesehener  klinkenartiger Vorsprung 15b eingreifen  kann.  



  Die Wirkungsweise ist folgende: In der  Arbeitsstellung, d. h. bei geschlossener Kupp  lung, wird das     Lamellenpaket    durch Vermitt  lung der Hebel 8 von den Federn 6 zusam  mengepresst. Die Hebel 15 befinden sich in  der in     Fig.    1 veranschaulichten Lage. Soll in  dem durch die Kupplungseinrichtung mit  dem Motor verbundenen Wechselgetriebe bei  spielsweise ein niedrigerer Gang eingeschaltet  werden, so tritt der Fahrer, nachdem er Gas  weggenommen hat, auf das Kupplungspedal,  wodurch zunächst die Hauptkupplung ent  lastet und unmittelbar darauf die Zusatz  kupplung geöffnet wird.

   Die Hebel 15, die  dabei mit ihren     untern    Enden eine Links  bewegung ausführen, nehmen mit Hilfe     ihrer     Vorsprünge 15b die Stössel 20 mit, wobei der  federnde Ansatz 21 ausweicht. Wird das Pe  dal noch weiter     durchgetreten,    so springen die  Stössel mit ihren Nasen 20b über die Ansätze  21 und die letzteren kehren in die Ruhelage       zurück.    Dabei sind die Hebel 15 schon wieder  ein Stück zurückgegangen, ohne die Stössel 20      mitzunehmen. Bei der weiteren Rückwärts  bewegung zwecks Wiedereinkupplung wer  den durch die rechtsseitigen Schrägflächen  der Rasten 20c die Stössel 20 angehoben, wo  durch sie von den federnden Ansätzen 21  freikommen. Jetzt können die Druckfedern  13a zur Wirkung kommen.

   Sie schleudern  den Druckring 13 gegen den     Reibring    9, wo  durch die Zusatzkupplung     schlagartig    ge  schlossen wird.  



  Die Zusatzkupplung ist als einfache,  trockene Scheibenkupplung ausgebildet, die  mit hohen spezifischen Drucken arbeitet, da  sie beim Einkuppeln lediglich die geringen       Widerstände    der noch gelösten Hauptkupp  lung während des Rutschens der letzteren zu       überwinden    hat, weiterhin aber ausser Wir  kung steht, während die Hauptkupplung bei  der Beschleunigung des anfahrenden Wagens  die Reibungsarbeit leistet. Da die Haupt  kupplung mit grosser Lamellenzahl ausge  führt und deshalb spezifisch sehr gering be  lastet wird und zudem noch im Ölbade bezw.

    bei grösseren Ausführungen mit einem durch  einen aussenliegenden Kühler gehenden Kühl  mittelumlauf arbeiten kann, ist sie ohne wei  teres imstande, die Reibungsarbeit während  einer längeren     Gleitperiode    zu     leisten    und  vor allen Dingen ein sanftes, nicht "rupfen  des" Anfahren zu gestatten. Ein schlagarti  ges Schliessen der     Zusatzkupplung    ist nicht       unbedingt    erforderlich, zumal     wenn    die Zu  satzkupplung einigermassen reichlich dimen  sioniert wird, so dass also nennenswerte Ab  nutzung nicht zu befürchten ist.  



  Bei der Ausführung nach Fig. 2 ist mit 1  wieder die getriebene und mit 10 die trei  bende Welle und mit 2 der in diesem Falle  starr auf der treibenden Welle sitzende Trä  ger für die Innenlamellen 3 bezeichnet. Der  Träger 5 für die Aussenlamellen 4 ist mit der       Schwungscheibe    11 starr verbunden, in deren  Zahnkranz das Ritzel des Anlassmotors des  betreffenden Fahrzeuges eingreift. An dieser  Scheibe ist ferner durch     Vermittlung    eines  Ringkörpers 12 ein Gegenreibbelag 12a der  Zusatzkupplung befestigt, deren Reibring 9  mit den Belägen 9a durch seinen Mitnehmer    23 mit der getriebenen Welle 1 durch Nuten  und Leisten in der Weise     verbunden    ist, dass  sich der Mitnehmer auf der Welle in axialer  Richtung verschieben, nicht aber verdrehen  kann.

   Gleicher Art ist die Verbindung des  Mitnehmers mit dem Reibring 9, der mit  radialen Vorsprüngen     in    die Lücken einer  Zahnung des Mitnehmers eingreift. Der Mit  nehmer 23 bildet gleichzeitig das Gehäuse der       Kupplungseinrichtung.    Der Druckring 13 der  Zusatzkupplung ist auf dem Träger 5 in       axialer    Richtung verschiebbar geführt und  mit mehreren radial nach     innen    vorspringen  den Ansätzen 13b versehen, die im Bewe  gungsbereich des Drucktellers 14 der Haupt  kupplung liegen, derart, dass der letztere,  wenn er beim Lösen der     Hauptkupplung    ent  gegen der Wirkung der ihn gegen das La  mellenpaket drückenden Federn 6 nach     links     bewegt     wird,

      den     Druckring    13 der Zusatz  kupplung     mitnimmt,    wodurch diese gleich  falls gelöst wird. Das Lösen der     Hauptkupp-          lung    erfolgt     in    üblicher Weise durch     Vermitt-          lung        einer    die getriebene Welle 1 umgebenden,       in        axialer    Richtung verschiebbaren Muffe 19  mit Graphitbelag. Diese Muffe wird beim  Treten auf das     Kupplungspedal        in    der Pfeil  richtung verschoben und drückt dabei auf den  Nabenteil 23a des Mitnehmers 23 für die  Zusatzkupplung.

   Zwischen dem Nabenteil  des Mitnehmers und den bei 8a an einem starr  mit dem Träger 5 verbundenen     Widerlager-          ring    22 gelagerten Hebeln 8 ist ein Druck  teller 7 und Kugellager     eingefügt,    so dass bei       Verschiebung    des     Mitnehmers    23- in der Pfeil  richtung der     Druckteller    14 durch     Vermitt-          lung    der ihn     mit    den kurzen Armen der He  bel 8     verbindenden    Zugstangen 24 nach     links     bewegt     wird,

      wodurch die     Entlastung    des       Lamellenpaketes    und damit die Lösung der  Hauptkupplung     bewirkt    wird. Das     Gegen-          einanderpressen    der Reibbeläge der Zusatz  kupplung erfolgt     mit    Hilfe von Federn 13a,  die zwischen dem     Druckring    13 und nach  aussen gerichteten Vorsprüngen des Wider  lagerringes 22     eingespannt    sind.  



  Die Wirkungsweise     ist    folgende: Beim  Treten auf     das        Kupplungspedal    wird das La-      mellenpaket der Hauptkupplung durch Ab  heben des Drucktellers 14 entgegen der Wir  kung der Federn 6 entlastet. Die Lamellen  werden aber nicht frei, da der Weg des  Drucktellers im Vergleich zu der grossen Zahl  der Lamellen sehr klein ist. Wird das Kupp  lungspedal weiter durchgetreten, so stösst der  Druckteller 14 alsbald auf die Ansätze 13b  des Druckringes der Zusatzkupplung und  nimmt diesen mit, wodurch auch die Zusatz  kupplung gelöst wird. Da diese im Gegensatz  zur Hauptkupplung nur zwei Reibflächen  aufweist, genügt der kleinste Weg des Druck  ringes 13, um ein völliges Freiwerden der  Reibbeläge voneinander herbeizuführen.

   Die  Betätigung der Kupplungseinrichtung ge  staltet sich auf diese Weise ebenso einfach  wie die einer gewöhnlichen Einscheibenkupp  lung.  



  Die Einwirkung auf die Kupplungshebel  8 durch die vom Kupplungspedal aus be  tätigte Muffe 19 kann statt in der beschrie  benen Weise auch durch Vermittlung einer  Anzahl von Zapfen erfolgen, die in axialer  Richtung von einem zwischen der Muffe 19  und dem Mitnehmer 23 angeordneten Ringe  vorspringen und durch entsprechende Boh  rungen der Mitnehmerscheibe geführt sind,  derart, dass sie beim Verschieben der Muffe  19 in der Pfeilrichtung unmittelbar auf das  Kugellager drücken und dadurch das Aus  schwingen der Kupplungshebel 8 bewirken.  Der Mitnehmer 23 kann in diesem Falle in  axialer Richtung unverschiebbar auf der  Welle 1 angebracht sein; auch die Verschie  bungsmöglichkeit gegenüber dem Reibring 9  der Zusatzkupplung ist dann nicht mehr er  forderlich.

   Der Reibring 9 ist     zweckmässig     aus Stahl oder Leichtmetall hergestellt und  wie angedeutet auf beiden Seiten mit Reib  belägen 9a belegt; er kann aber auch ganz  aus Reibmaterial bestehen, in welchem Falle  besondere Beläge natürlich nicht erforderlich  sind und die in die Zahnung des Mitnehmers  23 eingreifende Zahnung aus dem Reibmate  rial ausgearbeitet ist.  



  Die Verbindung des Trägers 5 der Aussen  lamellen der Hauptkupplung mit der gezahn-    ten Schwungscheibe 11 für den Anlasser bie  tet den Vorteil, dass der     letztere    unter Um  ständen     verhältnismässig    schwach gewählt  werden kann, weil es ohne weiteres möglich  ist, die Schwungscheibe 11 mit Hilfe eines  schwachen Motors auf hohe Drehzahl zu  bringen und dadurch Energie aufzuspeichern.  Erst wenn das geschehen ist,     lässt    man die  Kupplung eingreifen; man hat also nicht nur  die Energie des     Läufers    des Anlassers, son  dern auch die des Schwungrades 11 für das  Anlassen zur Verfügung.  



  Die in Fig. 3 veranschaulichte Ausfüh  rungsform bietet gegenüber den vorbeschrie  benen den Vorteil, dass die für das Aus  rücken der Kupplungseinrichtung erforder  liche Verschiebungsstrecke der Ausrück  muffe und damit der Weg des Kupplungs  pedals erheblich verkürzt ist. Das wird da  durch erreicht, dass unter Verzicht auf die  Hebelübertragung zwischen der Ausrück  muffe und dem auf das Lamellenpaket wir  kenden Druckteller der letztere auf die  andere Seite des Lamellenpaketes verlegt und  beispielsweise durch Verbreitung nach der  Welle zu so ausgebildet ist, dass er durch un  mittelbare Verschiebung durch die Ausrück  muffe vom Lamellenpaket abgehoben werden  kann. Die Zusatzkupplung kann nach wie vor  mit Hilfe von Hebeln     betätigt    werden.

   Diese  können mit ihren     innern    Enden unmittelbar  am Druckteller der Hauptkupplung anliegen.  



  In     Fig.    3 ist mit 10 wieder die Motorwelle  und mit 1 die getriebene Welle bezeichnet.  An die an die Welle 10 angeflanschte  Schwungscheibe 11 ist bei     llb    ein topfartig  ausgebildetes Gehäuse 35 angeschraubt, mit  dessen     rechtem        Flanschteil        35a    der als kon  zentrisch zur     Wellenaxe    liegende Hülse aus  gebildete Träger 2 für die zu der Welle 10  gehörigen Lamellen 3 bei 2d durch Schrau  ben verbunden ist. Die zur Welle 1 gehörigen  Lamellen 4 sind auf Bolzen 5f aufgereiht,  die in den einen im Querschnitt U-förmigen  Ringkörper bildenden     Träger    5 für die La  mellen 4 eingeschraubt sind.

   Die Bolzen 5f  halten gleichzeitig eine Ringscheibe 5e, die  dem     Lamellenpaket    beim     Zusammenpressen         als Widerlager dient. Das Zusammenpressen  erfolgt     mit    Hilfe eines Drucktellers 14, der  mit einem hohlen Nabenkörper 14a auf einer  Nabe 30a in axialer     Richtung    verschiebbar  ist. Die Nabe     30a,    die mit Hilfe von Kugel  lagern 28, 29 auf der     getriebenen    Welle 1  gelagert ist, gehört einer Scheibe 30 an, die  mit dem Lamellenträger 5 aus einem Stück  besteht. Der Lamellenträger 5 ist durch  seinen ihm im Querschnitt U-Form gebenden  Fortsatz mit dem neben der Schwungscheibe  befindlichen, nach innen vorspringenden  Ringkörper 12 verbunden.

   Dieser dient dem  Reibring 9 der     Zusatzkupplung    wieder als  Widerlager. Der Druckring 13 der Zusatz  kupplung ist an Leisten 23b des Trägerfort  satzes geführt und wird durch Schrauben  federn     13a,    die zwischen ihm und dem  Flanschteil des Trägerfortsatzes liegen, gegen  den Reibring 9 gedrückt. Das Lösen der Zu  satzkupplung erfolgt mit Hilfe von über den  Umfang verteilten Hebeln 15, die bei 15a an  dem Lamellenträger 5 gelagert sind. Die  Hebel liegen mit ihren untern     Enden    an dem  Druckteller 14 der Hauptkupplung und mit  ihren obern Enden an Stellschrauben 25 des  Druckringes 13 der     Zusatzkupplung    an.  



  Der     Reibring    9 der Zusatzkupplung be  steht aus einer Scheibe aus dünnem Feder  blech, die innen in der Nähe der Axe mit dem  Flansch 26 einer auf die Welle 2     gekeilten     Hülse 27 vernietet ist, während sie am äussern  Rande die beiden mit dem Ringkörper 12 und  dem     Druckring    13     zusammenarbeitenden    Be  läge     9a    aus besonderem Reibmaterial, bei  spielsweise einer mit einem     Kunstharz.    gebun  denen Asbestfasermasse trägt. Die Beläge 9a       liegen    bei gelöster     Zusatzkupplung    sowohl  dem Ringkörper 12, als auch dem     Druckring     13 mit sehr geringem Abstand gegenüber.

    Auf diese     Weise    wird jedes Schleifen der Zu  satzkupplung im ausgerückten Zustand ver  mieden.  



  Das Zusammenpressen des Lamellen  paketes der Hauptkupplung erfolgt mit Hilfe  einer starken Schraubenfeder 6, die konzen  trisch zur Wellenase in dem ringförmigen  Hohlraum des Nabenkörpers 14a unterge-    bracht ist und sich     einerseits    gegen den Grund  dieses Hohlraumes, anderseits gegen die  Scheibe 30 stützt. Das Ausrücken der Haupt  kupplung erfolgt beim Treten auf das auf  die Ausrückmuffe 19 wirkende Kupplungs  pedal durch unmittelbare     Einwirkung    der  Ausrückmuffe an der gegenüberliegenden  Seite des Lamellenpaketes auf den Nabenkör  per 14a des Drucktellers 14. Durch -den letz  teren werden gleichzeitig die Hebel 15 der  Zusatzkupplung bewegt, wodurch auch die  letztere gelöst wird.  



  Die Wirkungsweise ist folgende: Soll die       Kupplungseinrichtung    gelöst werden, so wird  durch Treten des Pedals die Muffe 19 in der  Richtung des Pfeils verschoben. Sie trifft da  bei unmittelbar auf den Nabenkörper 14a des  Drucktellers 14 und hebt diesen entgegen der  Wirkung der Feder 6 vom     Lamellenpaket    der  Hauptkupplung ab, so     daB    diese frei wird.  Gleichzeitig wird durch     Vermittlung    der He  bel 15 der Druckring 13 der Zusatzkupplung  nach rechts bewegt, wodurch die letztere wie  der zeitlich nach der Hauptkupplung freige  geben wird.

   Beim Loslassen des Kupplungs  pedals gehen die Teile unter der Wirkung der       Kupplungsfedern    wieder in die     in    der Zeich  nung veranschaulichte Lage zurück, wobei  beide     Kupplungen    nacheinander geschlossen  werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Kupplungseinrichtung, insbesondere für Kraftfahrzeuge mit Wechselgetriebe, gekenn zeichnet durch die Kombination einer La mellenkupplung (Hauptkupplung), deren einer Lamellenträger gegenüber beiden zu kuppelnden Wellen drehbar gelagert und deren anderer Lamellenträger mit der einen der zu kuppelnden Wellen starr verbunden ist, mit einer zwischen dem losen Lamellen träger und der andern Welle eingeschalteten Reibungskupplung (Zusatzkupplung), die durch Vermittlung von über den Umfang ver teilten Kupplungshebeln entgegen der Wir kung von ihre Reibflächen zusammen drückenden Federn geöffnet werden kann. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Kupplungseinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der lose Lamellenträger der äussere ist. 2. Kupplungseinrichtung nach Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung des festen Lamellenträ gers mit seiner Welle durch einen die Zu satzkupplung umschliessenden Ringkör per erfolgt. 3. Kupplungseinrichtung nach Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungshebel auf der Seite des La mellenpaketes liegen, die dem Betäti gungsorgan für die Kupplungseinrich tung abgekehrt ist. 4. Kupplungseinrichtung nach Unteran spruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungshebel am losen Lamellen träger gelagert sind. 5.
    Kupplungseinrichtung nach Unteran spruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die äussern Arme der Kupplungshebel mit dem Druckteller der Zusatzkupplung zusammenwirken, während ihre innern Arme mittels der Kupplungsmuffe be wegt werden. 6. Kupplungseinrichtung nach Unteran spruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die innern Arme der Kupplungshebel dem Druckteller der Hauptkupplung un mittelbar gegenüberliegen. 7. Kupplungseinrichtung nach Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzkupplung und die Hauptkupplung mittels eines für beide Kupplungen ge meinsamen Organes so aus- und einge rückt werden, dass die Hauptkupplung jeweils vor der Zusatzkupplung geöffnet, aber nach ihr wieder geschlossen wird. R.
    Kupplungseinrichtung nach Unteran spruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zum Schliessen der Hauptkupplung und der Zusatzkupplung besondere Federn vorgesehen sind, von denen die einen nur auf die Hauptkupplung, die andern nur auf die Zusatzkupplung wirken. 9. Kupplungseinrichtung nach Unteran spruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das gemeinsame Betätigungsorgan bei seiner das Entkuppeln bewirkenden Ver schiebung auf die Feder der Hauptkupp lung direkt, auf die der Zusatzkupplung durch Vermittlung von doppelarmigen Hebeln einwirkt. 10. Kupplungseinrichtung nach Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Reibflächen der als Einscheiben reibungskupplung ausgebildeten Zusatz kupplung vom äussern Lamellenträger der Hauptkupplung mitgenommen wird. 11.
    Kupplungseinrichtung nach Unteran spruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der lose Lamellenträger das Widerlager für die Federn der Zusatzkupplung bil det. 12. Kupplungseinrichtung nach Unteran spruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein Mitnehmer für die Reibscheibe der Zusatzkupplung mit der getriebenen Welle unverdrehbar verbunden ist, wäh rend die Gegenreibflächen der Zusatz kupplung mit dem Träger für die Aussen lamellen der Hauptkupplung zusammen hängen. 13. Kupplungseinrichtung nach Unteran spruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer mit der getriebenen Welle durch Vermittlung einer als Gehäuse für die Kupplungseinrichtung ausgebildeten Scheibe verbunden ist.
    14. Kupplungseinrichtung nach Unteran spruch 12; dadurch gekennzeichnet, dass der Träger für die Aussenlamellen der Hauptkupplung mit einem Kupplungs teil verbunden ist, der drehbar auf der treibenden Welle gelagert ist, während der Träger für die Innenlamellen starr auf der treibenden Welle sitzt. 15. Kupplungseinrichtung nach Unteran spruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger für die Aussenlamellen mit der Schwungscheibe verbunden ist. 16. Kupplungseinrichtung nach Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckteller der Zusatzkupplung beim Lösen der Hauptkupplung durch den Druckteller der letzteren erst nach einem gewissen Leerlauf mitgenommen wird. 17.
    Kupplungseinrichtung nach Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigung der auf den Druckteller der Hauptkupplung wirkenden Hebel durch Vermittlung eines Mitnehmers für die Reibscheibe . der Zusatzkupplung er folgt, der gegenüber der getriebenen Welle sowie gegenüber seiner Reibscheibe in axialer Richtung verschiebbar ist. 18. Kupplungseinrichtung nach Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckteller der Hauptkupplung der art angeordnet und so ausgebildet ist, dass er vorn Betätigungsorgan unmittel bar, d. h. ohne die Umkehr der Bewe gungsrichtung vermittelnde Zwischen hebel entgegen seiner Feder vom Lamel lenpaket abgehoben wird. 19.
    Kupplungseinrichtung nach Unteran spruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die am losen Lamellenträger gelagerten Kupplungshebel der Zusatzkupplung mit ihren äussern Enden an der Innenseite des Drucktellers der Zusatzkupplung an liegen, der durch zwischen ihm und dem Träger der Aussenlamellen der Haupt kupplung vorgesehene Federn gegen die Reibscheibe der Zusatzkupplung gepresst wird, während die innern Hebelenden einem von einer Ausrückmuffe verschieb baren und unter der Wirkung der Kupp lungsfeder stehenden Nabenkörper ge genüberliegen.
    20. Kupplungseinrichtung nach Unteran spruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckteller der Hauptkupplung an dem auf der getriebenen Welle drehbar gelagerten Nabenkörper sitzt, der hülsen artig durch den innern Lamellenträger hindurchragt und dessen äusserem Ende die Ausrückmuffe gegenüberliegt. 21. Kupplungseinrichtung nach Unteran spruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Nabenkörper des Drucktellers der Hauptkupplung axial auf einer drehbar auf der getriebenen Welle gelagerten Hülse verschiebbar ist, die die Nabe für den äussern Lamellenträger der Haupt kupplung bildet, der gleichzeitig das Wi derlager und die Führung für den Druck teller der Zusatzkupplung bildet.
    22. Kupplungseinrichtung nach Unteran spruch 1, gekennzeichnet durch den axialen Abstand zwischen dem Drucktel ler der Zusatzkupplung und deren Betäti gungshebeln regulierende Einstellschrau ben. 23. Kupplungseinrichtung nach Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, * dass der lose Lamellenträger sowie ein mit ihm starr zusammenhängendes Wider lager der Zusatzkupplung einen im Quer- schnitt U-förmigen Ringkörper bilden. 24.
    Kupplungseinrichtung nach Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausrücken mittels einer unter der Wirkung des Kupplungspedals stehen den, nicht verdrehbaren Muffe erfolgt, die mit einer Ringfläche an einer auf die Hauptkupplungsfeder wirkenden, an der Drehung des losen Lamellenträgers teil nehmenden Hülse ansteht.
CH199355D 1936-05-22 1937-05-18 Kupplungseinrichtung, insbesondere für Kraftfahrzeuge. CH199355A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN113614405A (zh) * 2019-03-20 2021-11-05 舍弗勒技术股份两合公司 具有优化的移动摩擦的多片式离合器;混动模块,双离合器装置以及动力总成

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN113614405A (zh) * 2019-03-20 2021-11-05 舍弗勒技术股份两合公司 具有优化的移动摩擦的多片式离合器;混动模块,双离合器装置以及动力总成
CN113614405B (zh) * 2019-03-20 2023-07-18 舍弗勒技术股份两合公司 具有优化的移动摩擦的多片式离合器;混动模块,双离合器装置以及动力总成

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