DE514400C - Verfahren zur Herstellung kuenstlicher Textilprodukte mit mattem Glanz aus Acetylcellulose oder anderen Celluloseestern oder -aethern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung kuenstlicher Textilprodukte mit mattem Glanz aus Acetylcellulose oder anderen Celluloseestern oder -aethern

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DE514400C
DE514400C DEN27731D DEN0027731D DE514400C DE 514400 C DE514400 C DE 514400C DE N27731 D DEN27731 D DE N27731D DE N0027731 D DEN0027731 D DE N0027731D DE 514400 C DE514400 C DE 514400C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F2/00Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof
    • D01F2/24Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from cellulose derivatives
    • D01F2/28Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from cellulose derivatives from organic cellulose esters or ethers, e.g. cellulose acetate
    • D01F2/30Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from cellulose derivatives from organic cellulose esters or ethers, e.g. cellulose acetate by the dry spinning process

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung künstlicher Textilprodukte mit mattem Glanz aus Acetylcellulose oder anderen Celluloseethern oder -estern, bei welchen für bestimmte Zwecke dieser Glanz mehr erwünscht ist.
Zur Erzeugung wollaartiger Produkte aus Celluloseacetat hat man bereits vorgeschlagen, das Produkt in Strähnform einer Behandlung mit warmem oder kochendem Wasser oder mit Lösungen von Ammonium-, Kalium- oder Calciumrhodanide usw. zu unterwerfen. Die Nachteile dieses Verfahrens bestehen u. a. darin, daß eine besondere Nachbehandlung des fertigen Gespinstes wie auch eine Waschung und Trocknung nötig sind, daß ferner das Gespinst zu stark wollartig wird, und schließlich, daß die Strähne schrumpfen und öfters verwirren.
ao Gemäß vorliegender Erfindung ist man nun imstande, unmittelbar, also ohne irgendeine Nachbehandlung, künstliche Textilprodukte mit mattem Glanz herzustellen, wobei man es in der Hand hat, jeden erwünschten Grad der Glanzdämpfung zu erzielen. Dies wird erreicht, indem man bei Anwendung des sogenannten Trocken- oder Verdampfungsverfahrens den Spinnvorgang bei Anwesenheit von Wasser, gegebenenfalls in Form von Wasserdampf, ausführt und 'das Wasser, gegebenenfalls den Wasserdampf, unabhängig von der Spinnflüssigkeit in den Spinnkasten einführt. Es hat sich nämlich gezeigt, daß der Glanz während der Entstehung des Fadens bei Anwesenheit von Wasser und Wasserdampf sehr empfindlich ist.
Der dieser Erfindung zugrunde liegende Gedanke läßt sich auf verschiedene Weise verwirklichen. "
So kann man im Spinnkasten durch Einführung von Wasserdampf einen genügenden Wassergehalt aufrechterhalten.
Oder man kann das Gespinst in noch nicht: völlig vom Lösemittel befreitem Zustande in einen zweiten Raum treten lassen, in welchem genügend Wasserdampf vorhanden ist.
Zur Erläuterung der Erfindung diene folgendes, wobei als Beispiel eine Lösung von Celluloseacetat in Aceton beschrieben wird.
Die Lösung von Celluloseacetat in Aceton wird in üblicher Weise durch feine Öffnungen in Abwärtsrichtung in einen Spinnkasten geführt, während- das Gespinst, einem Drahtführer entlang, von dem Unterteil des Spinnkastens zu einer Aufwickelvorrichtung geleitet wird. Der Spinnvorgang findet bei Vorhandensein von Wasser, gegebenenfalls in Form von Wasserdampf, statt.
Man kann das Spinnverfahren auch derart
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ausführen, daß im Spinnkasten Wasserdampf vorhanden ist, dessen Menge von der Temperatur abhängig ist, f
Eine andere Methode besteht darin, daß man in den Spinnkasten keinen Wasserdampf einführt, sondern das Gespinst bereits aus dem Spinnkasten treten läßt, bevor das Lösemittel völlig entfernt ist; hierauf wird das Gespinst in einen Raum geführt, in welchem
ίο genügend Wasserdampf vorhanden ist. So kann man z. B. einen zweiten Kasten verwenden oder aber die Aufwickelvorrichtung in einer feuchten Atmosphäre anordnen oder aber das Gespinst auf seinem Weg von dem Spinnkasten zu der Aufwickelvorrichtung von dem noch vorhandenen Aceton in einem Raum befreien, in welchem Wasserdampf vorhanden ist.
Je nachdem der Weg, welchen das Gespinst in der feuchten Atmosphäre passiert, größer oder kleiner ist und je nach dem Feuchtigkeitsgrad und der Temperatur der Luft wird das erzeugte Produkt mehr oder weniger matt werden.
Zur Alusführung des Verfahrens verfährt man beispielsweise folgendermaßen:
Beispiel 1
Eine Lösung, die 15 Gewichtsteile Celluloseacetat, 1 Gewichtsteil Wasser und 84 Gewichtsteile Aceton enthält, wird in der üblichen Weise bei einer Temperatur von 45 ° versponnen. Diese Lösung gibt ein Produkt mit hohem Glanz. Nach Einführung von Dampf in den Spinnkasten ist das Produkt matt, während das Maß der Mattheit mit der zunehmenden Dampfmenge zunimmt.
Beispiel 2
Eine Losung, enthaltend 26 Gewichtsteile Celluloseacetat, 3 Gewichtsteile Wasser und 71 Gewichtsteile Aceton, wird bei einer Temperatur von 55° versponnen. Diese Lösung gibt, wie dies auch im ersten Beispiel der Fall ist, ein glänzendes Produkt, während nach Einführung von mehr oder weniger Dampf eine größere oder kleinere Mattheit erhalten wird.
■ B e i s ρ i e 1 3
Eine Lösung von 20 Gewichtsteilen Celluloseacetat, 2 Gewichtsteilen Wasser, 12 Gewichtsteilen Alkohol und 66 Gewichtsteilen Aceton wird bei einer Temperatur von 50° versponnen. Das ursprünglich glänzende Produkt wird nach Einführung von Dampf in den Spinnkasten matt.
Aus Obenstehendem geht klar hervor, daß man zufolge der großen Anzahl wechselnder Faktoren das Verfahren zur Herstellung von Acetatseide mit mattem Glanz innerhalb sehr weiter Grenzen regulieren kann. Dadurch ist man. imstande, die Verhältnisse für jeden Fall möglichst günstig zu wählen; dies bildet einen großen Vorteil des neuen Verfahrens. Außerdem braucht man im allgemeinen keine Änderung in den Apparaten vorzunehmen und im Gegensatz zu dem bekannten, in der Einleitung dieser Beschreibung genannten Verfahren keine besondere Nachbehandlung anzuwenden.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung künstlicher Textilprodukte mit mattem Glanz aus Acetylcellulose oder anderen Celluloseestern oder -äthern nach dem Trockenoder Verdampfungsverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß man wasserfreie oder wasserhaltige Spinnlösungen verarbeitet und während des Spinnverfahrens, unabhängig von der Spinnflüssigkeit, Wasser oder Wasserdampf in den Spinnkasten einführt.
DEN27731D 1927-05-28 1927-08-24 Verfahren zur Herstellung kuenstlicher Textilprodukte mit mattem Glanz aus Acetylcellulose oder anderen Celluloseestern oder -aethern Expired DE514400C (de)

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GB291067A (en) 1928-11-29
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