DE1703910C - Wechselkorn für Handfeuerwaffen - Google Patents

Wechselkorn für Handfeuerwaffen

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DE1703910C
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Germany
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Edwin 7239 Altoberndorf Wöhrstein
Original Assignee
Feinwerkbau Westinger & Altenburger Kg, 7238 Oberndorf
Publication date

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Description

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Die Erfindung betrifft ein Wechselkorn für Hand- Demgegenüber Hegt der Erfindung die Aufgabe feuerwaffen, insbesondere Pistolen, bestehend aus zugrunde, ein Wechselkorn der eingangs genannten einem am Lauf der Waffe befestigbaren Kornhalter Art zu schaffen, bei dem das Komblatt leicht :.us- und einem in einen Schlitz des Kornhalters einge- wechselbar ist und dennoch mit hober Genauigkeit setzten Komblatt, das sich mit Anschlägen am 5 in einer genau definierten Lage gehalten wird.
Grund des im Kornhalter angebrachten Schlitzes ab- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß daiurch gestützt und auch von unten an einem am Komhalter löst, daß die am Komblatt angebrachten Anschlage Vorhandenen Anschlag anliegt. von schräg nach außen und nach unten ragenden
Ein bekanntes Wechselkom dieser Art weist als federnden Schenkeln gebildet werden, die mit ihren
Komhalter einen rohrförmigen Aufsatz auf, der ™ Enden an im wesentlichen parallel zu ihnen ver-
etwa in seiner Mitte mit einem in einer Querebene laufenden Gegenflächen federnd zur Anlage kommen
liegenden Schlitz versehen ist, der von der dem und das Komblatt an den am Komhalter vor-
Lauf abgewandten Seite des Kornhalters bis etwa handenen Anschlag unter Spannung elastisch an-
über dessen Durchmesser hinabgeführt ist. Das drücken.
Komblatt besteht aus einer Ringscheibe aus federn- 15 Hiermit ist in vorteilhafter Weise mii einfachdem Material, deren Außendurchmesser etwas sten Mitteln eine Dreipunktauflage für das Kornkleiner ist als der Innendurchmesser des rohr- blatt erreicht, die in Verbindung mit der Federförmigen Kornhalters. Diese Ringscheibe ist an ihrem wirkung des aus Federstahl bestehenden Kornblattes inneren Rand mit einem bis in ihr Zentrum reichen- eine genau definierte und sichere Befestigung des dan, als Korn dienenden Lappen versehen, in dessen ao Kornes ermöglicht. Trotzdem werden außer dem Verlängerung ein weiterer Lappen am äußeren Rand Komblatt selbst und einem Anschlag für das Kornder Ringscheibe angebracht ist. Zwei weitere nach blatt keine zusätzlichen Teile benötigt, wie beispielsaußen ragende Lappen stehen senkrecht zu den zu- weise eine das Korablatt abstützende Feder, und es vor behandelten Lappen nach außen von der Ring- kann auch der Komhalter selbst sehr einfach gescheibe ab. Die zwischen den nach außen ragenden 35 staltet sein.
Lappen liegenden Abschnitte der Ringscheibe sind Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungssenkrecht zu ihre; Ebene ausgebogen. Das Korn- gemäßen Wechselkomes besteht darin, daß der blatt ist derart in den Komhalter eingesetzt, daß die Schlitz den Komhalter durchdringt und als Gegennach außen ragenden Lappen in dem Schlitz des fläche der Waffenlauf selbst dient. Auf diese Weise Kornhalters geführt sind und die be'den Lappen, die 30 wird eine genaue Zentrierung in bezug auf den Lauf senkrecht zu dem das Korn bildenden, nach innen erzielt, und es brauchen am Komhalter selbst keine ragenden Lappen nach außen abstehen, auf dem genau gearbeiteten Anlageflächen für die Schenkel Grund des Schlitzes aufliegen. In dieser Stellung be- des Kornblattes vorgesehen zu werden. Zugleich ist findet sich die Ringscheibe des Kornblattes ganz- die von dem Lauf gebildete Zylinderfläche als lieh innerhalb des rohrförmigen Kornhalters, und es 35 Zentrierfläche besonders gut geeignet, weil sie die untergreifen die aus der Ebene der Ringscheibe Schenkel des Komblattes zur Zentrierung nach herausgedrückten Abschnitte die benachbarten außen und zugleich das Komblatt nach oben gegen Ränder des Schlitzes. Damit ist das Komblatt zwar den Anschlag am Komhalter drückt,
innerhalb des Schlitzes gehalten, jedoch sitzt es Der am Komhalter vorgesehene Anschlag kann mehr oder weniger lose in dem Kornhalter und ist 40 auf besonders einfache, an sich bekannte Weise von darin insbesondere in keiner Weise verspannt. Das einem in den Komhalter parallel zum Lauf einge-Kornblatt nimmt daher bei dem bekannten Wechsel- setzten, eine Bohrung des Komblattes durchdringenkorn nicht eine mit hoher Genauigkeit definierte den Stift gebildet werden. Die Bohrung im Korn-Lage ein, wie es für Präzisionswaffen erwünscht halter kann etwas größer sein als der Durchmesser wäre. 45 des Stiftes, weil das Komblatt elastisch mit dem
Es ist femer ein Wechselkom mit einem im Schlitz unteren Rand der Bohrung an die Unterseite des
eines Kornhalters eingesetzten Komblatt bekannt, Stiites angedrückt wird.
bei dem das Komblatt mit seiner Unterseite auf Um das Lösen des Stiftes beim Auswechseln des einer im Komhalter angeordneten Blattfeder auf- Komblattes zu erleichtern, kann der Stift das sitzt. Dieses Komblatt ist auf einem Zapfen schwenk- 5° vordere Ende einer Schraube bilden, die leicht in bar gelagert, der von dem vorderen Ende einer den Kornbalter einschraubbar und aus dem Korn-Schraube gebildet wird, und es sind auf diesem halter wieder herausschraubbar ist. Um das Zapfen mehrere Komblätter hintereinander ange- elastische Einspannen des Komblattes zu erleichtem, ordnet, die durch Verschwenken wahlweise in die weist das vordere Ende des Stiftes zweckmäßig eine Betriebsstellung gebracht und von der erwähnten S3 konische Verjüngung auf, so daß das vordere Ende Feder in dieser Betriebsstellung gehalten werden. des Stiftes in die Bohrung des eingesetzten Korn-Bei diesem bekannten Wechselkorn wird also die blattes eingreifen kann, wenn die Schenkel des Lage des Komblattes im wesentlichen davon be- Komblattes noch ungespannt auf der Gegenfläche stimmt, in welcher Lage die Rastfeder das Korn* aufsitzen, Beim weiteren Einfuhren des Stiftes wird blatt auf dem Zapfen hält. Da diese Blattfeder nicht ββ dann das Komblatt von der Kegelfläche in Richzu stark ausgebildet werden darf und auch einen tung auf die Laufachse gedrückt, bis der zylindrische erheblichen Federweg haben muß, damit sie das Teil des Stiftes in die Bohrung eingedrungen ist Heraus- und Hineinklappen der Komblätter er- und das Komblatt in seiner Gebrauchslage festhält, möglicht, kann sie auch leicht Verformungen aus- Bei dem erfindungsgemäßen Wechselkorn kann gesetzt sein, die zu einer unkontrollierbaren Schräg- 8j der Schlitz ohne weiteres gegenüber dem Laufstellung der Komblätter fuhren können. Daher ist querschnitt leicht nach hinten geneigt sein, so daß dte%n bekannte Wechselkorn für Präzisions- und sich ein blendfreies Korn ergibt. Weiterhin kann insbesondere Wettkampfwaffen nicht geeignet. der Komhalter an seiner Oberseite einen das Korn-
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blatt nach vorn weitgehend abdeckenden Ansatz aufweisen, durch den das Kornblatt gegen Beschädigungen geschützt ist. Gleichzeitig bietet dieser Ansatz den nötigen Raum zum Anbringen des Stiftes bzw. der mit dem stiftförmigen Ende versehenen Schraube.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt Es zeigt
Fig. 1, teilweise in Ansicht und teilweise im Schnitt, das vordere Ende eines Waffenlaufes mit einem aufgesetzten Wechselkorn nach der Erfindung und
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie H-II durch die Anordnung nach Fig. 1.
Auf das vordere Ende des Laufes 1 einer nicht näher dargestellten Waffe, beispielsweise einer Luftpistole, ist ein Kornhalter 2 aufgesetzt, der von einer den Lauf 1 umgebenden Hülse gebildet wird, die an ihrer Unterseite mit einem Steg 3 und an ihrer Oberseite mit einem Steg 4 versehen ist. Der ao untere Steg 3 hat einen in der Seitenansicht etwa dreieckförmigen Verlauf und dient zur Aufnahme eines Konusbolzens 5, der sich tangential zum hülsenförmigen Abschnitt 2 des Kornhalters und zum Lauf 1 erstreckt und zur Befestigung des Kornhalters am Lauf dient.
Der Kornhalter 2 ist mit einem Querschlitz 6 versehen, der sich zu beiden Seiten des oberen Steges 4 in Seitenansicht bis nahe zur Achse des Kornhalters erstreckt. In diesen Schlitz ist ein Kornblatt 7 eingesetzt, das dem Umfang des Kornhalters 2 angepaßte Schenkel 8 aufweist, deren leicht nach innen vorgewölbte Enden 9 an dem Umfang des Laufes 1 Anlage rinden. Das Kornblatt 7 wird in dem Schlitz 6 von einem Stift 10 gehalten, der eine entsprechende Bohrung 11 im Kornblatt 7 durchdringt und von dem vorderen Ende einer Schraube 12 gehalten wird, die von vorn in den oberen Steg 4 des Konihalters 2 eingeschraubt ist. An die die Schraube 12 aufnehmende Gewindebohrung 13 im Steg 4 des Kornhalters 2 schließt sich jenseits des Schlitzes 6 eine Paßbohrung 14 an, die den Stift 10 in einer genau fixierten Lage hält. Das Kornblatt 7 besteht aus gehärtetem Federstahl und ist so bemessen, daß die Schenkel 8 mit ihreii Enden 9 elastisch am Umfang des Laufes 1 anliegen und dadurch das Kornblatt 7 mit dem unteren Rand der Bohrung 11 an die Unterseite des Stiftes 10 elastisch anpressen. Auf diese Weise ist das Kornblatt 7 in dem Schlitz 6 elastisch eingespannt und zugleich mit hoher Genauigkeit fixiert. Um das Einführen des Stiftes 10 in die Bohrung 11 des Kornblattes 7 zu erleichtern, ist das vordere Ende des Stiftes 10 mit einer kegeligen Verjüngung 14 versehen. Weiterhin ist die Bohrung 11 im Kornblatt 7 an der Vorderseite des Kornblattes leicht kegelig aufgeweitet. Auf diese Weise ist es möglich, den Stift 10 durch Eindrehen der Schraube 12 in die Bohrung 11 einzuführen und das Kornblatt 7 in dem Schlitz 6 zu verspannen, ohne daß das Kornblatt vorher unter Vorspannung gebracht werden muß.
Der an der Oberseite des ·Kornhallers 2 angebrachte Steg 4 ist an der der Kimme !«gewandten Seite des Kornblattes 7 leicht nach unten abgeschrägt, während an der Vorderseite des Kornblattes 7 auf dem Steg 4 ein Ansatz 16 angebracht ist, der auch den oberen Abschnitt des Kornblattes im wesentlichen abdeckt, so daß das Kornblatt gegen Beschädigungen weitgehend geschützt ist. Außerdem ist der Schlitz 6 im Kcmhalter2 oben leicht nach hinten geneigt, so daß eine Blendung des Schützen durch Reflexionen ausgeschlossen ist.

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Wechselkorn für Handfeuerwaffen, insbesondere Pistolen, bestehraus einem am Lauf der Waffe befestigbaren Krmhalter und einem in einen Schlitz des Kornhalters eingesetzten Kornblatt, das sich mit Anschlägen am Grund des im Kornhalter angebrachten Schlitzes abstützt und auch von unten an einem am Kornhalter vorhandenen Anschlag anliegt, dadurch gekennzeichnet, daß die am Kornblatt (7) angebrachten Anschläge von schräg nach außen und nach unten ragenden federnden Schenkeln (8) gebildet werden, die mit ihren Enden (9) an im wesentlichen parallel zu ihnen verlaufenden Gegenflächen federnd zur Anlage kommen und das Kornblatt (7) an den am Kornhalter (2) vorhandenen Anschlag (10) unter Spannung elastisch andrücken.
2. Wechselkorn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz (6) den Korn halter (2) durchdringt und als Gegenfläche der Waffenlauf (1) selbst dient.
3. Wechselkorn nach einem der vorhergehen den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der am Komhalter (2) vorgesehene Anschlag (10) in an sich bekannter Weise von einem in den Korn halter (2) parallel zum Lauf (1) eingesetzten eine Bohrung (11) des Kornblattes (7) durch dringenden Stift gebildet wird.
4. Wechselkorn nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Stift (10) das vordere Ende einer Schraube (12) bildet.
5. Wechselkorn nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das vordere Ende des Stiftes (10) eine kegelige Verjüngung (14) aufweist.
6. Wechselkorn nach einem der vorbeigehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schl'tz (6) gegenüber dem Laufquerschnitt leicht nach hinten geneigt ist.
7. Wechselkorn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Komhaltcr (2) an seiner Oberseite einen das Kornblatt (7) nach vorn weitgehend abdeckenden Ansatz (16) aufweist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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