DE10307592A1 - Verfahren zur Lokalisierung eines mobilen Kommunikationsendgerätes - Google Patents

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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Lokalisierung eines mobilen Kommunikationsendgerätes in einem Mobilfunknetz, bestehend aus einer Mehrzahl von Zellen mit zugehörigen, jeweils an einem festen Standort befindlichen Basisstationen, bei dem durch das mobile Kommunikationsendgerät in Bezug auf eine Basisstation und auf mindestens eine davon benachbarte Basisstation jeweils eine bei Übertragung einer Nachricht zwischen dem mobilen Kommunikationsendgerät und der jeweiligen Basisstation auftretende Zeitverzögerung, ein sogenannter TA-Wert, gemessen wird und durch das mobile Kommunikationsendgerät mittels der jeweiligen Zeitverzögerungen bzw. der TA-Werte in Bezug auf die entsprechenden Basisstationen und deren jeweiligen entsprechenden Standorte das mobile Kommunikationsendgerät lokalisiert wird.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Lokalisierung eines mobilen Kommunikationsendgerätes, das heißt zur Ermittlung des Ortes, an welchem sich ein mobiles Kommunikationsendgerät innerhalb eines Mobilfunknetzes befindet. Bislang sind mehrere Lokalisierungsverfahren bekannt. Eine sehr genaue Methode ist eine Lokalisierung eines mobilen Kommunikationsendgerätes auf Basis von GPS oder A-GPS. (A-)GPS steht dabei für (Assisted) Global Positioning System; es handelt sich um ein satellitengestütztes Navigationssystem, bei dem kodierte Satellitensignale vom Empfänger am Boden ausgewertet werden. Auf Basis von GPS oder A-GPS kann eine Genauigkeit bis auf 1m erreicht werden. Methoden, die auf GPS oder A-GPS basieren benötigen allerdings eine zusätzliche Hardware, wie beispielweise einen GPS-Empfänger, zumindest in dem mobilen Kommunikationsendgerät, was diese Methoden sehr teuer werden lässt, einen höheren Stromverbrauch bedingt und im Allgemeinen eine zusätzliche Antenne erforderlich macht. Ein weiteres sehr genaues Verfahren ist bekannt unter der Bezeichnung EOTD (Enhanced Observed Time Difference). Hier werden Genauigkeiten von bis zu 30m erreicht. Dieses Verfahren beruht auf einer Lokalisierung des mobilen Kommunikationsendgerätes durch das Mobilfunknetz unter aktiver Beteiligung von Netzkomponenten, wobei die eigentliche Messung vom Endgerät durchgeführt wird und speziell dafür eingerichtete Mobilfunk-Netzelemente aus diesen Messungen die geographische Position des Endgerätes bestimmen. Dies erfordert ebenfalls erhebliche zusätzliche Investitionen in die Netzwerktechnik und eine entsprechende EOTD-Software in dem mobilen Kommunikationsendgerät.
  • Ferner sind auch netzwerkgestützte Methoden bekannt, die auf einer Messung einer bei einer Übertragung einer Nachricht zwischen einem mobilen Kommunikationsendgerät und einer Basisstation auftretenden Zeitverzögerung aufgrund der Signallaufzeit beruhen. Diese auftretende Zeitverzögerung wird als Timing Advance-(TA-)Wert bezeichnet und erlaubt die Bestimmung der Entfernung zur aussendenden Basisstation. Eine Information über die Richtung zur Basisstation ist damit nicht verbunden, so dass mehrere Basisstationen benötigt werden, um die Position eindeutig zu bestimmen.
  • Des Weiteren sind auch Verfahren bekannt, bei welchen sich das mobile Kommunikationsendgerät mittels Bestimmung einer sogenannten Cell-ID, sowie eventuell zusätzlich mittels einer Empfangsfeldstärke, mit welcher das mobile Kommunikationsendgerät Signale der Basisstation empfangen kann – man spricht dabei von einem sogenannten RX-Level – und dem oben bereits erwähnten TA-Wert selbst ortet. Bei der Cell-ID handelt es sich um eine Identifikation bzw. Kennung der Zelle, in welcher sich das mobile Kommunikationsendgerät innerhalb eines Mobilfunknetzes befindet. Bei diesen bekannten Verfahren werden jedoch nur die Cell-ID und der TA-Wert der das mobile Kommunikationsendgerät aktuell bedienenden Basisstation verwendet. Somit kann auch nur die Entfernung des mobilen Kommunikationsendgerät zu der das mobile Kommunikationsendgerät aktuell bedienenden Basisstation bestimmt werden. Die geographische Position der Basisstation kann dabei aus der Cell-ID bestimmt werden, sofern die entsprechenden Angaben des Netzbetreibers vorliegen. Die Genauigkeit der Positionsbestimmung des mobilen Kommunikationsendgerätes hängt nun stark von der Größe der Zelle ab, in welcher sich das mobile Kommunikationsendgerät gerade befindet. In ländlichen Gebieten können dabei ohne Weiteres Abweichungen von 10km oder mehr auftre ten. Die Empfangsfeldstärke, das heißt der RX-Level, ist kein sehr zuverlässiges Maß, da die Empfangsfeldstärke sehr stark von den Empfangsbedingungen, Abschattungseffekten und Richtwirkung der Antennen der Basisstationen beeinflusst wird.
  • Es war nun eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Verfahren bereit zu stellen, mit dessen Hilfe es möglich ist, ein mobiles Kommunikationsendgerät schnell, einfach und möglichst präzise innerhalb eines Mobilfunknetzes lokalisieren zu können.
  • Gelöst wird diese Aufgabe durch ein erfindungsgemäßes Verfahren gemäß Anspruch 1. Weitere bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in den entsprechenden Unteransprüchen angeführt.
  • Gemäß Anspruch 1 wird ein Verfahren zur Lokalisierung eines mobilen Kommunikationsendgerätes in einem Mobilfunknetz, bestehend aus einer Mehrzahl von Zellen mit zugehörigen, jeweils an einem festen Standort befindlichen Basisstationen bereit gestellt, bei dem durch das mobile Kommunikationsendgerät in Bezug auf eine Basisstation und auf mindestens eine davon benachbarte Basisstation jeweils eine bei Übertragung einer Nachricht zwischen dem mobilen Kommunikationsendgerät und der jeweiligen Basisstation auftretende Zeitverzögerung, ein sogenannter TA-Wert gemessen wird und durch das mobile Kommunikationsendgerät mittels der jeweiligen Zeitverzögerungen bzw. der TA-Werte in Bezug auf die entsprechenden Basisstationen und deren jeweiligen entsprechenden Standorte das mobile Kommunikationsendgerät lokalisiert wird.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist das mobile Kommunikationsendgerät in dem Mo bilfunknetz registriert. Ferner wird vorzugsweise durch das mobile Kommunikationsendgerät in Bezug auf eine das mobile Kommunikationsendgerät aktuell bedienende Basisstation und auf mindestens eine davon benachbarte Basisstation jeweils eine bei Übertragung einer Nachricht zwischen dem mobilen Kommunikationsendgerät und der jeweiligen Basisstation auftretende Zeitverzögerung, ein sogenannter TA-Wert gemessen.
  • Das Besondere und das Vorteilhafte an dem Verfahren ist, dass der TA-Wert nicht nur in der aktuellen Zelle bzw. in der das mobile Kommunikationsendgerät aktuell bedienenden Zelle gemessen bzw. bestimmt wird, sondern auch in zu der das mobile Kommunikationsendgerät aktuell bedienenden Zelle benachbarten Zellen. Dazu werden von dem mobilen Kommunikationsendgerät vorteilhafterweise GSM-Standard-Prozeduren verwendet, die sonst zur Anforderung eines Übertragungskanals, wie beispielweise für Sprach-, Daten- oder GPRS-Datenverbindungen ohnehin benutzt werden und daher von jedem Mobilfunknetz unterstützt werden. Die entsprechenden Verfahren sind beispielsweise in der GSM-Spezifikation 04.18, Kap. 3.3.1 und 3.5.2 sowie in der GSM-Spezifikation 04.60, Kap. 7.1 dargelegt. Das erfindungsgemäße Verfahren benötigt daher keine neue, spezifische Unterstützung durch das Mobilfunknetz.
  • Im Rahmen der vorliegenden Erfindung werden bekannte GSM-Spezifikationen, wie beispielsweise GSM 04.18 Vers. 8.13.0, Rel. 1999, GSM 04.60 Vers. 8.16.0, Rel. 1999, GSM 05.02 Vers. 8.10.0, Rel. 1999, GSM 24.008 Vers. 3.14.0, Rel. 1999 verwendet.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens sendet das mobile Kommunikationsendgerät eine Anforderungsnachricht für einen Kommunikationskanal an eine der zu der das mobile Kommunikationsendgerät aktuell bedienenden Basisstation benachbarten Basisstation und liest die Zeitverzögerung aus einer auf die Anforderungsnachricht folgenden Nachricht seitens der jeweiligen Basisstation aus.
  • Dabei synchronisiert sich das mobile Kommunikationsendgerät zunächst vorzugsweise auf einen BCCH-Träger der benachbarten Basisstation auf, indem die auf diesem Kanal ausgesandten Synchronisationssignale und -informationen gelesen werden. Daraufhin liest das mobile Kommunikationsendgerät von der benachbarten Basisstation eine Nachricht, eine sogenannte System Information oder eine Packet System Information, beispielsweise die System Information 3 gemäß der GSM-Spezifikation 4.18, Kap. 9.1.35 und 10.5.2.34, die für das Messverfahren notwendige Informationen sowie die benachbarte Basisstation identifizierenden Informationen enthält. Dies sind unter anderem eine sogenannte Cell-ID, was einer Art Kennung der Zelle der jeweiligen Basisstation entspricht, einen sogenannten Location Area Identifier (LAI), welcher eine Aussage über eine Gruppe von Zellen identifiziert, sowie Parameter, die den Zugriff auf die jeweilige Zelle regeln, wie beispielsweise eine sogenannte Control Channel Description, einen sogenannten Cell Selection Parameter und ein RACH (Random Access Channel) Control Parameter. Anschließend sendet das mobile Kommunikationsendgerät eine Anforderungsnachricht für einen Kommunikationskanal, einen sogenannten Channel Request oder Packet Channel Request an die benachbarte Basisstation. Die Anforderungsnachricht wird dabei über einen sogenannten Random Access Channel, RACH, gemäß GSM-Spezifikation 05.02, Kap. 3.3.3.1, oder einen sogenannten Packet Random Access Channel, PRACH, gemäß GSM-Spezifikation 05.02 Kap. 3.3.3.2.1, gesendet. Das mobile Kommunikationsendgerät erhält daraufhin eine Rückmeldung, eine sogenannte Im mediate Assignment Antwort oder Packet Uplink Assignment Antwort, in der der in Bezug auf die benachbarte Basisstation zu ermittelnde TA-Wert enthalten ist. Den TA-Wert hat die Basisstation ermittelt, das heißt, dass die eigentliche Messung des TA-Wertes indirekt, nämlich über die entsprechende Basisstation erfolgt. Der dem mobilen Kommunikationsendgerät zugewiesene Kanal wird von dem mobilen Kommunikationsendgerät nicht aktiviert. Seitens der Basisstation wird die Reservierung der zugewiesenen Ressource nach kurzer Zeit durch den Ablauf eines gesetzten Timers, beispielsweise des Timers T3101 gemäß GSM-Spezifikation 04.18 Kap. 11.1.2, wieder aufgehoben. Damit ist die Messung für eine Basisstation bzw. für eine entsprechende Zelle abgeschlossen. Das mobile Kommunikationsendgerät führt nun erfindungsgemäß sukzessive eine derartige Messung in Bezug auf mehrere Basisstationen durch. Dabei werden die das mobile Kommunikationsendgerät aktuell bedienende Basisstation sowie vorzugsweise mindestens zwei davon benachbarte Basisstationen berücksichtigt. Vorzugsweise wird die Messung zuletzt in Bezug auf die das mobile Kommunikationsendgerät aktuell bedienende Basisstation durchgeführt, da dann das mobile Kommunikationsendgerät gleich wieder funktions- bzw. einsatzbereit ist.
  • Vorzugsweise werden die TA-Werte von mehr als drei Basisstationen gemessen. Es empfiehlt sich generell, soviel Zellen bzw. Basisstationen wie möglich in das Verfahren mit einzubeziehen. Zum einen kann damit, insbesondere auch bei ungünstiger geometrischer Anordnung einiger Basisstationen, die Genauigkeit der Lokalisierung bzw. der Ortung des mobilen Kommunikationsendgerätes erhöht werden. Zum anderen können dabei fehlerhafte Messwerte erkannt und ausgeschlossen werden. Derartige fehlerhafte Messungen entstehen beispielsweise durch eine Mehrwegeausbreitung, bei denen die Signale zwischen End gerät und einer oder mehreren Basisstationen reflektiert werden und die Signallaufzeit daher größer ist als es die geometrischen Verhältnisse erwarten ließen. Nachteilig hierbei ist es allerdings, dass das Verfahren dann zeitaufwendiger ist, da mehr Zellen einbezogen werden und das mobile Kommunikationsendgerät die oben beschriebene Vorgehensweise zur Ermittlung des TA-Wertes in Bezug auf jede Zelle bzw. Basisstation mit mehreren Zellen durchführen muss.
  • In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das mobile Kommunikationsendgerät mittels einer Triangulations-Berechnung lokalisiert. Für eine Triangulations-Berechnung zur Lokalisierung des mobilen Kommunikationsendgerätes werden die TA-Werte von mindestens drei Basisstationen benötigt.
  • In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das Verfahren durchgeführt, während das mobile Kommunikationsendgerät in einem sogenannten „Idle, normal service, updated"-Zustand gemäß GSM-Spezifikation GSM 24.008 Kap. 4.1.2 oder – für GPRS-fähige Kommunikationsendgeräte – in einem „Registered, normal Service, updated"-Zustand gemäß GSM-Spezifikation 24.008 Kap. 4.1.3 ist. Die entsprechenden Radio-Resource-Zustände sind „idle mode" oder „packet idle mode" gemäß GSM-Spezifikation 04.18 Kap. 3.1.2.1 oder 3.1.2.6 bzw. „packet idle mode" gemäß GSM-Spezifikation 04.60 Kap. 5.3. Das bedeutet, dass das mobile Kommunikationsendgerät in einem Mobilfunknetz registriert, aber nicht aktiv ist. In diesem Zustand ist beispielsweise kein Anruf bzw. „call" bzw. keine GPRS-Datenübertragung aktiv. In diesem Zustand werden ebenfalls regelmäßig Messungen des mobilen Kommunikationsendgerätes, beispielsweise Messungen der relativen Feldstärke benachbarter Basisstationen zur Bestimmung der nächsten bzw. stärksten Basisstation durchgeführt. Für die Dauer der TA-Messungen werden diese Messungen dann unterbrochen bzw. nicht durchgeführt. Dies ist allerdings nicht von Nachteil, da ein Großteil der durch diese Messungen erhältlichen Parameter auch bei der eingangs beschriebenen Bestimmung des TA-Wertes quasi als Nebenprodukt abfallen.
  • Besonders vorteilhaft ist es anzusehen, dass durch die Messung von TA-Werten auch von zu der das mobile Kommunikationsendgerät aktuell bedienenden Basisstation benachbarten Basisstationen und die Einbeziehung von deren Standortkoordinaten die Selbstortung des mobilen Kommunikationsendgerätes wesentlich genauer vorgenommen werden als es bei den bisher bekannten Verfahren unter Einbeziehung des TA-Wertes der Fall war. Die Genauigkeit und die Zuverlässigkeit dieser Lokalisierung bzw. Positionsbestimmung hängt auch von der geographischen Anordnung der Basisstationen ab. Vorzugsweise ist eine Genauigkeit von 200 bis 300m erreichbar.
  • Gleichzeitig ist das erfindungsgemäße Verfahren wesentlich billiger und einfacher zu realisieren als andere Verfahren. Hier zu nennen ist beispielsweise das eingangs erwähnte EOTD- oder das GPS-Verfahren. Dies liegt darin begründet, dass keine zusätzliche Hardware oder sonstige Investitionen in die Netzwerktechnik erforderlich ist. Die Messwerte bzw. die TA-Werte können auf Applikationsebene und damit unabhängig von der Netzwerktechnik verarbeitet und für Location Based Services zur Verfügung gestellt werden. Dadurch können Nutzer eines Kommunikationsendgerätes oder Applikationen mit einem Kommunikationsendgerät, das die hier beschriebenen Verfahren implementiert, sofort „Location Based Services" nutzen, ohne dass der Netzbetreiber zeit- und kostenaufwendige Aufrüstungsmaßnahmen seines Mobilfunknetzes durchführen muss.
  • Ferner ist zu erwähnen, dass das erfindungsgemäße Verfahren aktuell bestimmte Werte für die Lokalisierung bzw. die TA-Werte verwendet, während herkömmliche Verfahren üblicherweise einen TA-Wert benutzen, der beim letzten, eventuell bereits länger zurückliegenden Verbindungsaufbau zur Basisstation als „Nebenprodukt" einer sowieso erforderlichen Signalisierung ermittelt wurde und bei sich bewegenden bzw. mobilen Kommunikationsendgeräten eventuell gar nicht mehr aktuell ist.
  • Weitere Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens sollen anhand der folgenden Figur näher erläutert werden. Es zeigt
  • 1 Schematische Darstellung eines Ablaufs einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens.
  • In 1 ist ein Ablauf einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verfahrens skizziert. Dargestellt ist eine Lokalisierung eines mobilen Kommunikationsendgerätes mittels einer Triangulations-Berechnung. Ein mobiles Kommunikationsendgerät MS befindet sich in einem Mobilfunknetz, das aus einer Anzahl von Zellen besteht. Jede dieser Zellen weist eine ihr zugeordnete Basisstation BS auf. Hier dargestellt sind 3 verschiedene Basisstationen BS1, BS2 und BS3. Im vorliegenden Fall ist beispielsweise die BS1 die das mobile Kommunikationsendgerät aktuell bedienende Basisstation. Die Basisstationen BS2 und BS3 sind davon benachbarte Basisstationen. Das mobile Kommunikationsendgerät MS synchronisiert sich beispielsweise zunächst auf einen BCCH-Träger (Broadcast Control Channel) der Basisstation BS2 auf. Anschließend sendet das mobile Kommunikationsendgerät MS auf dem sogenannten BACH/PRACH der Basisstation BS2 eine Anforderungsnachricht, einen sogenannten Channel Request oder Packet Channel Request. Daraufhin erhält das MS eine Rückmeldung seitens der Basisstation BS2, eine sogenannte Immediate Assignment Antwort oder Packet Uplink Assignment Antwort. Mit dieser Nachricht wird der MS von der Basisstation BS2 ein Kanal zugeordnet. Gleichzeitig wird mit dieser Nachricht auch der TA-Wert in Bezug auf die Basisstation BS2 übermittelt, das heißt die auftretende Verzögerungszeit für eine Nachricht, die zwischen der MS und der Basisstation BS2 gesendet wird. Der zugewiesene Kanal wird von der MS nicht aktiviert und nach Ablauf einer bestimmten Zeit wird die Reservierung der zugewiesenen Ressource wieder aufgehoben. Damit ist die Messung der MS in Bezug auf die Basisstation BS2 beendet. Die gleiche Messung wird sodann von der MS nochmals in Bezug auf die Basisstation BS3 und BS1 durchgeführt. Bevorzugt wird die Messung in Bezug auf die Basisstation BS1 zuletzt durchgeführt, da dann nach Abschluss der Messungen die MS sogleich wieder in ihrem funktionsfähigen Zustand ist, da die Basisstation BS1 die für die MS aktuell zuständige Basisstation ist. Jede Basisstation wird, wie angedeutet, von Kreisen umgeben, die jeweils einer bestimmten Entfernung von der Basisstation entsprechen. Von einem bestimmten TA-Wert lässt sich nun rückschließen, in welchem Kreis die MS in Bezug auf die jeweilige Basisstation liegen muss. Der innerste Kreis wird jeweils als der nullte Kreis bezeichnet, der nächstfolgende als der erste Kreis und so fortfolgend. Wie in 1 dargestellt befindet sich nun die MS in Bezug auf die Basisstationen BS1 und BS3 in dem jeweiligen ersten Kreis, welcher einem bestimmten Entfernungsintervall d1 entspricht. Das Entfernungsintervall d1 kann beispielsweise 550-1100m entsprechen. In Bezug auf die Basisstation BS2 befindet sich die MS im zweiten Kreis, welcher einem Entfernungsintervall d2 entspricht. Dies kann bei spielsweise 1100-1650m umfassen. Durch diese Kreise lässt sich die MS relativ genau „einkreisen", so dass die MS aus diesen drei Angaben recht genau ihre Position berechnen kann.

Claims (8)

  1. Verfahren zur Lokalisierung eines mobilen Kommunikationsendgerätes (MS) in einem Mobilfunknetz, bestehend aus einer Mehrzahl von Zellen mit zugehörigen, jeweils an einem festen Standort befindlichen Basisstationen (BS1, BS2, BS3), bei dem – durch das mobile Kommunikationsendgerät (MS) in Bezug auf eine Basisstation und auf mindestens eine davon benachbarte Basisstation jeweils eine bei Übertragung einer Nachricht zwischen dem mobilen Kommunikationsendgerät (MS) und der jeweiligen Basisstation (BS1, BS2, BS3) auftretende Zeitverzögerung, ein sogenannter TA-Wert gemessen wird, – durch das mobile Kommunikationsendgerät (MS) mittels der jeweiligen Zeitverzögerungen bzw. der TA-Werte in Bezug auf die entsprechenden Basisstationen (BS1, BS2, BS3) und deren jeweiligen entsprechenden Standorte das mobile Kommunikationsendgerät (MS) lokalisiert wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mobile Kommunikationsendgerät (MS) in dem Mobilfunknetz registriert ist und durch das mobile Kommunikationsendgerät (MS) in Bezug auf eine das mobile Kommunikationsendgerät aktuell bedienende Basisstation (BS1) und auf mindestens eine davon benachbarte Basisstation (BS2, BS3) jeweils eine bei Übertragung einer Nachricht zwischen dem mobilen Kommunikationsendgerät (MS) und der jeweiligen Basisstation (BS1, BS2, BS3) auftretende Zeitverzögerung, ein sogenannter TA-Wert gemessen wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das mobile Kommunikationsendgerät (MS) eine Anforderungsnachricht für einen Kommunikationskanal an eine zu der das mobile Kommunikationsendgerät aktuell bedienenden Basisstation sendet und die Zeitverzögerung aus einer auf die Anforderungsnachricht folgenden Nachricht seitens der jeweiligen Basisstation ausliest.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das mobile Kommunikationsendgerät mittels einer Triangulations-Berechnung lokalisiert wird.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die TA-Werte von mehr als einer Basisstationen gemessen werden.
  6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren durchgeführt wird, während das mobile Kommunikationsendgerät im sogenannten „Idle, normal service, updated"-Zustand oder „Registered, normal Service, updated"-Zustand ist.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren durchgeführt wird, während das mobile Kommunikationsendgerät im sogenannten „idle mode" oder „packet idle mode" ist.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch das mobile Kommunikationsendgerät in Bezug auf eine benachbarte Basisstation der jeweilige TA-Wert wie folgt ermittelt wird: – das mobile Kommunikationsendgerät synchronisiert sich auf eine benachbarte Basisstation auf, – das mobile Kommunikationsendgerät empfängt daraufhin eine Nachricht von der benachbarten Basisstation, die für das Messverfahren relevante und die benachbarte Basisstation identifizierende Informationen enthält, – das mobile Kommunikationsendgerät sendet eine Anforderungsnachricht für einen Kommunikationskanal an die benachbarte Basisstation, – das mobile Kommunikationsendgerät erhält daraufhin eine Rückmeldung, in der der in Bezug auf die benachbarte Basisstation zu ermittelnde TA-Wert enthalten ist.
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